Jugend will mitgestalten

Die Jugendmarkträte aus Königstein berichten den Ebermannsdorfern über ihr erfolgreiches und geschätztes eigenes Engagement im Rathaus und mit den Gleichaltrigen. Von links: Claudia Mai von der Kommunalen Jugendarbeit, Marco Pirner, Jugendbürgermeister Michael Pirner, Sabina Grembler und Nicole Spieß. Bild: wec
Lokales
Ebermannsdorf
15.10.2015
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Ein Gremium, in dem die jungen Gemeindebürger nicht nur Wünsche äußern können, sondern sich auch aktiv an einer Verbesserung ihres jugendlichen Lebensumfeldes beteiligen können, das soll es auch in Ebermannsdorf bald geben.

Von den geladenen 326 Personen aus dem Gemeindebereich kamen immerhin fast zehn Prozent zum ersten Infoabend über den Jugendgemeinderat in die Aula der Grundschule. Claudia Mai von der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises (KoJu) begrüßte den Beauftragten der Gemeinde, Erich Meidinger, Gemeinderäte, Bürgermeister Josef Gilch und vier Jugendräte aus dem Markt Königstein. Mai zeigte zum Einstieg einen Film aus Dillingen "Hier ist meine Heimat" (youtube.com), der dokumentierte, wie durch das Engagement der Jugendlichen dort aus einem leerstehenden, alten Haus ein Zentrum geschaffen wurde.

Blick auf die Gemeinde

Sie warf multimedial einen Blick auf die Gemeinde und zeigte, welche Vereine, Spiel- und Sportplätze für Kinder und Jugendliche bereits existieren und wo es im Moment Gelegenheiten für sie gibt, sich zu treffen. Durch die Neuinstallation eines solchen Gremiums kann der Nachwuchs in angemessener Weise bei gemeindlichen Vorhaben und Planungen beteiligt werden. "Es ist ein offizielles Forum, in dem Jugendliche ihre Wünsche und Anregungen vorbringen und zur Diskussion stellen können. Ihre Meinung wird gehört und genauso diskutiert, wie andere Anliegen der Gemeinde", so die Referentin. Es sei deshalb ungemein wichtig, dass sich Leute zwischen 14 und 24 Jahren für dieses Gremium aufstellen lassen. Sie informierte über die verschiedenen Formen der Beteiligung, die zur Auswahl stehen: eine offene, die sogenannte Kinder- und Jugendversammlung, eine Repräsentative, das Kinder- und Jugendparlament, oder auch eine Arbeitsgemeinschaft, die sich projektorientiert für eine begrenzte Zeit aktiv einbringt.

Sehr interessant war, was die bereits seit fünf Jahren aktiven Jugendmarkträte aus Königstein über ihre Ämter berichteten. Bei ihnen ist es so, dass sie ein eigenes Konto haben, aus dem sie Aktivitäten finanzieren können, aber genauso auch Gewinne aus Veranstaltungen einfahren können, Natürlich werden sie auch vom Marktrat unterstützt werden. Sie dürfen an den Gemeinderatssitzungen teilnehmen und über ihre Projekte berichten.

Vierteljährliche Treffen

Ihre Treffen finden vierteljährlich statt und sind durch diese überschaubare Zahl auch leicht zu realisieren, obwohl die Jugendräte zum Teil berufstätig oder im Studium sind. Mit den bereits verwirklichten Events, unter anderem einem Kartenturnier, einer Beach-Party und Fahrten zu ihren namensgleichen Gemeinden in anderen Teilen von Deutschland, haben sie ausschließlich gute Erfahrungen gemach.

Aus den Reihen der Versammlung gab es durchwegs positive Stimmen. Einige zeigten großes Interesse daran, sich in einem Jugendgemeinderat in Ebermannsdorf zu engagieren.

Claudia Mai und Erich Meidinger dankten den vier Besuchern aus Königstein für ihren interessanten Bericht und forderten die anwesenden Jugendlichen auf, zum nächsten Treffen einfach jeweils ein bis zwei Freunde mitzubringen. Dieses findet am Freitag, 20. November, um 17 Uhr wieder im Domcom statt. Es geht dann um die Realisierung des Projekts Jugendgemeinderat mit den nötigen Vorbereitungen, der Aufstellung der Kandidaten und der Wahl.
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