Meiler brennt acht Tage lang

Schirmherr Harald Schwartz hat den Kohlenmeiler erfolgreich entfacht und wird mit einem dreifachen "Gut Brand!" unterstützt. Von links am Kohlenmeiler: Schwartz, Bürgermeister Josef Gilch, Jürgen Rieger, Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius und Pastoralreferentin Susanne Albang. Bild: wec
Lokales
Ebermannsdorf
11.05.2015
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Komplett in weiblicher Hand lag die ökumenische Andacht zum Beginn der Köhlerwoche, doch blieb es einem Mann vorbehalten, den Kohlenmeiler zu entzünden.

Die gründliche Vorbereitung für den neuen Kohlenmeiler erwies sich als gelungen, als der Schirmherr, CSU-Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, ihn am Samstagabend nach dem ökumenischen Segen mit einem Handgriff entfachte und der dreifache Köhlergruß "Gut Brand!" erklang. Pastoralreferentin Susanne Albang und die evangelische Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius hatten bei ihren Segnungsworten auch an den Heiligen Franz von Assisi erinnert. Er mahnte bereits: "Habt Achtung vor jedem Geschöpf Gottes und vor der Natur!"

Die Seelsorgerinnen betrachteten die ringsum erwachende Natur, die so gut zu Assisis Sonnengesang passe. Auch das Feuer habe in diesem Gebet seinen Platz gefunden, es gebe Licht und Wärme, könne jedoch auch vernichten - es komme immer auf das richtige Maß an, wie in so vielen Bereichen des Lebens. Daher wünschten sie den Köhlern eine unfallfreie Woche und segneten den Meiler mit vereinten Kräften.

Holz aus dem Hirschwald

Bürgermeister Josef Gilch begrüßte in Köhlerkluft die Gäste und dankte dem Singkreis Pittersberg für die musikalische Umrahmung der Andacht. Den Köhlern, die sich nun acht Tage und Nächte lang um den Kohlenmeiler kümmern, dankte er für ihr Engagement zur Wiederbelebung einer alten Tradition. Nicht vergessen wollte er auch die Sponsoren, die den Kohlenmeiler überhaupt möglich gemacht hatten, die Raiffeisenbank Unteres Vilstal und die Sparkasse Amberg-Sulzbach. Das Buchenholz stammt aus dem Naturpark Hirschwald, für den Isabel Lautenschlager mit Applaus begrüßt wurde.

Auch Reinhold Werner vom Fränkischen Freilandmuseum fand sich unter den Gästen. Dort hatten die Ebermannsdorfer Köhler 2014 ebenfalls einen Kohlenmeiler errichtet und entfacht. Nach dem offiziellen Start wurden die gegrillten Steaks, die bereits während der Feier mit ihrem Duft Appetit machten, beim gemütlichen Zusammensitzen ihrem Bestimmungsort übergeben.
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