Prost auf St. Johannes und Cousin

Lokales
Ebermannsdorf
06.08.2015
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Im bundesweiten Fördertopf liegen 20 Millionen Euro. In Bayern werden daraus nur sieben ausgewählte Projekte bezuschusst - eines davon in Ebermannsdorf, worüber sich neben dem Bürgermeister die ganze Gemeinde freut. Vor allem auch die kirchliche mit der Pfarreiengemeinschaft.

Mit 260 000 Euro soll die Renovierung der Johanneskirche unterstützt werden, für die in der Vergangenheit viele Anstrengungen von öffentlicher und privater Seite unternommen wurden - Stichwort Spendensammlungen -, um die Finanzierung anzugehen. Nun traf eine weitere positive Nachricht im "kirchlichen Postamt" ein, die im kleinen Kreis gefeiert wurde.

"Schwarz-rote Koalition"

Die Mitglieder der Ebermannsdorfer Kirchenverwaltung dankten bei einem Gläschen Sekt im Pfarrhof Bürgermeister Josef Gilch, der "sämtliche Beziehungen bis hinein in die eigene Verwandtschaft mobilisiert hat", um vom Bund Gelder für die alte Schlosskirche loszueisen. Die 260 000 Euro wurden jetzt schwarz auf weiß im Brief aus Berlin bestätigt. Dafür sagten die Kirchenvertreter dem Rathauschef danke, der das mit Unterstützung der "schwarz-roten Koalition" aus den Bundestagsabgeordneten Alois Karl (CSU) und seinem Cousin Uli Grötsch (SPD) erreicht hatte. "Wir sind stolz darauf, dass wir bedacht wurden. Normalerweise kommt man gar nicht so einfach auf die Liste der möglichen Kandidaten, die gefördert werden", sagte Gilch, der sich auch als Vorsitzender des Historischen Vereins gern für den Erhalt des Gotteshauses einsetzte. Die Johanneskirche, die sich erst durch die Nachforschungen von Ortsheimatpflegerin Christine Schormüller als national bedeutsames Denkmal herausgestellt hatte, kann somit in nächster Zeit renoviert werden. Die aktuelle Kostenaufstellung weist 1,3 Millionen Euro aus, die für die beiden Bauabschnitte (zuerst Außen-, dann Innensanierung) angesetzt sind, informierte Kirchenpfleger Josef Beer. Neben der Förderung vom Bund sollen noch weitere Mittel von Diözese und Landesamt für Denkmalpflege fließen. "Aber selbst dann wird noch ein großer Batzen übrigbleiben, weshalb auch künftig Spenden benötigt werden", betonten die Mitglieder der Kirchenverwaltung.

Schon 78 500 Euro Spenden

Durch viele Aktionen, die bisher schon liefen, sind laut Beer derzeit rund 78 500 Euro auf dem Spendenkonto, was ihn und seine Mitstreiter positiv in die Zukunft schauen lasse. Durch den Schulterschluss mit der Diözese, aber auch mit dem Landesamt für Denkmalpflege und diversen anderen Förderstellen, nicht zuletzt mit Hilfe der Gemeinde Ebermannsdorf, könne das Projekt Renovierung und Erhalt der Johanneskirche zu einem positiven Ende geführt werden. "Gemeinsam schaffen wir das", so der Tenor der Verantwortlichen.
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