Schüler sollen auf Bus warten

Lokales
Ebermannsdorf
25.11.2015
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Eine Reise durch die verschiedenen Aufgaben der kommunalen Selbstverwaltung war die jüngste Gemeinderatssitzung in Ebermannsdorf. Die Bürger hatten in der anschließenden Fragestunde Gelegenheit, sich dazu zu äußern oder auch andere Themen anzusprechen.

Eingangs berichtete Bürgermeister Josef Gilch von der abgeschlossenen Ausschreibung für die Ingenieurleistungen zum Hochwasserschutzkonzept der Gemeinde: Die eingegangenen Angebote wurden vom Wasserwirtschaftsamt Weiden vorgeprüft und als vergleichbar eingestuft. Am Ende kristallisierte sich das Büro Seuss aus Amberg als preisgünstigstes heraus und bekam folglich den Zuschlag für 44 000 Euro. Die Gemeinde wird laut Gilch einen Förderantrag stellen, um für das Projekt einen erwarteten Zuschuss von 75 Prozent (33 600 Euro) zu erhalten. Mit einer Gegenstimme erklärte sich das Gremium mit diesem Vorgehen einverstanden.

Software für Kindergarten

Wie die Leiterin des Kindergartens Sonnenschein, Marina Hildebrand, berichtete, testet sie derzeit eine neue Software, mit der sie einen Großteil ihrer Aufgaben wesentlich schneller und strukturierter erledigen kann. Das leuchtete dem Rat rasch ein - er beschloss den Kauf des Programms einstimmig. Ebenfalls einhellig bestätigten die Mitglieder den bisherigen Kommandanten der Feuerwehr Ebermannsdorf, Roland Kolbeck, und seinen Stellvertreter Martin Irl, die im September bei den Neuwahlen wieder in ihre Ämter gerufen worden waren.

Auch beim nächsten Tagesordnungspunkt waren sich die Räte schnell einig. Durch die Teilung einer Grundschulklasse in busfahrende Kinder und "Nicht-Buskinder" im Fach Werken/Textiles Gestalten ergibt sich alle 14 Tage eine Freistunde für den zu befördernden Nachwuchs aus dem Gemeindebereich. Hier stellte sich die Frage, ob wegen acht Schülern alle zwei Wochen eine Extrafahrt gebucht werden soll oder ob die Kinder 45 Minuten auf den nächsten Schulbus warten können.

Durch die zusätzliche Tour würden der Gemeinde knapp 1800 Euro Mehrkosten für das verbleibende Schuljahr entstehen, informierte die Verwaltung. Josef Gilch schlug vor, dass die Schüler während der 45-minütigen Wartezeit durch eine ehrenamtlich tätige Busbegleiterin (Seniorenbusbegleitung des Kindergartens) betreut werden könnten. Das Gremium war von dieser kostensparenden Idee überzeugt und der Bürgermeister bat Gemeinderat und Seniorenbeauftragten Hans Bauer, sich der Sache anzunehmen.

Schafhof-Ost startet 2016

Gilch berichtete ferner, dass der Holzeinschlag durch die Bayerischen Staatsforsten für das neue Industriegebiet Schafhof-Ost begonnen hat. Damit könnten im nächsten Jahr endlich die Erschließungsarbeiten starten. Auf Nachfrage von Michael Götz bestätigte der Bürgermeister, dass mit dem Bau eines Geh- und Radwegs nach Theuern 2017/18 zu rechnen sei. Hier müssten noch die entsprechenden Grundstücke erworben werden. Fertiggestellt sind dagegen die ersten fünf Urnengräber im gemeindlichen Friedhof.

Bei der Frage nach dem aktuellen Stand zum Thema Dorfmarkt wies der Rathauschef auf einen gemeinsamen Termin mit der Regierung und dem Amt für ländliche Entwicklung hin, bei dem geklärt werde, ob die Gemeinde für das Vorhaben "Neue Mitte" Fördergelder bekommt. "Sobald geklärt ist, wie das Vorhaben gefördert wird, werden wir den nächsten Schritt gehen", avisierte der Bürgermeister zuversichtlich. Sein Stellvertreter Michael Götz machte auf die Räum- und Streupflicht der Anwohner aufmerksam: Die Verwaltung solle darauf hinwirken, dass diese auch erfüllt wird.
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