So ruhten die Ahnen

Die Modelle der Ebermannsdorfer Hügelgräber - im Vordergrund ein Querschnitt - sind weitgehend fertig: Dieser Tage legten Arbeiter noch letzte Hand an die neue Attraktion auf dem Oberpfälzer Seenweg. Bild: Hartl
Lokales
Ebermannsdorf
15.09.2015
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Bei Ebermannsdorf liegt eines der eindrucksvollsten Grabhügelfelder des Landkreises. Bislang war dies wenig bekannt. Doch das soll sich nun ändern.

Ein Leader-Projekt mit entsprechender Förderung (60 Prozent) macht es möglich, dass diese Hügelgräber jetzt in den Blickpunkt gerückt werden. In der Nähe des Ebermannsdorfer Köhlerplatzes - und damit auch nahe des echten Grabfeldes - ist in den vergangenen Wochen eine Schaufläche entstanden, auf der drei komplette Bestattungshügel und ein weiterer als Querschnitt angelegt wurden.

Ende Juli hatten die Arbeiten dort begonnen, die Regie führte Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch vom gleichnamigen Amberger Architekturbüro. Inzwischen ist das Gelände fast fertig: Nur die Begrünung sowie eine oder zwei Infotafeln mit Erläuterungen fehlen jetzt noch.

Offiziell eingeweiht wird die Anlage voraussichtlich im nächsten Frühjahr. Sie ist Teil eines durch die Europäische Union geförderten Leader-Projekts, zu dem auch die Ebermannsdorfer Etappe des Qualitätswanderwegs "Oberpfälzer Seenweg" und der neue Infopoint mit Rastplatz und Brunnen in Pittersberg gehören.

Erste vage Nachrichten über Grabhügel bei Ebermannsdorf datieren laut Gemeinde ins frühe 19. Jahrhundert. Genau beschrieben hat sie der Amberger Oberregierungsrat Anton Dollacker ab 1910 in seinem Inventar aller archäologischen Fundstellen im Landkreis. Sein Lageplan verzeichnet 21 Grabhügel, von denen heute nur noch 14 erkennbar sind.
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