Thema Urnengräber abgesegnet

Die Urnenwand auf dem Ebermannsdorfer Friedhof. Wie die Gestaltung der Gräber aussehen soll, besprachen die Gemeinderäte in ihrer Sitzung. Bild: Steinbacher
Lokales
Ebermannsdorf
05.10.2015
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Bereits seit längerer Zeit sind in der gemeindlichen Satzung Einzel- und Familiengräber und Bestattungen in Urnenwänden oder auch in Urnengräbern geregelt. Nachdem für Letztere nun die ersten Nachfragen vorliegen, beriet der Gemeinderat vor Ort über die konkrete Gestaltung.

Die bestehenden Urnenwände sind noch zur Hälfte frei, so dass hier noch kein Bedarf für eine Erweiterung besteht, erklärte Bürgermeister Josef Gilch bei einem Ortstermin im Friedhof. Die Urnengräber sollen gegenüber der bestehenden Urnenwand errichtet werden. Die Größe wird 80 mal 60 Zentimeter betragen. Die Gemeinde möchte vorerst fünf Gräber vorbereiten und die Nachfrage abwarten. Für die Gestaltung hat es der Gemeinderat bei der in der Satzung festgelegten Regelung belassen. Die Gräber können bepflanzt oder mit einer Platte versehen werden. Gedenkplatten können schräg angestellt werden, die gesamte Höhe darf jedoch 20 Zentimeter nicht überschreiten. Grabdenkmäler sind nicht gestattet.

Thema Jugendbeirat

Im Rathaus angekommen regelte das Gremium für die Grundstücksbevorratung von Ausgleichs- und Tauschflächen für Industrie- sowie Baugebiete eine Zusatzvereinbarung zum Finanzierungsvertrag mit der Bayerngrund GmbH. Mit zwei Gegenstimmen wurden die bisher bereits beschlossenen Gesamtkosten des Projekts von 800.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro erhöht und die Laufzeit bis Ende 2019 verlängert. Eine längere Diskussion gab es dagegen bei der Frage, ob die Einführung eines Jugendgemeinderates in Ebermannsdorf sinnvoll wäre. 3. Bürgermeister und Jugendbeauftragter Erich Meidinger stellte seinen Projektentwurf vor. Jugendliche zwischen 12 und 24 Jahren hätten hierbei die Möglichkeit, sich in den Rat wählen zu lassen, um die Interessen ihrer Altersgenossen gemeinsam mit dem Gemeinderat zu vertreten.

Meidinger verwies auf den Jugendmarktrat in Königstein und auf das Jugendparlament in Sulzbach-Rosenberg. "Diese haben bereits eine Vielzahl von Projekten erfolgreich umgesetzt." Das Gremium bekäme ein jährliches Budget, mit dem es Ideen verwirklichen könnte. Nachdem sich die Räte sowohl positiv als auch negativ zu der Idee Meidingers geäußert hatten, entschied man mit drei Gegenstimmen, dass vor der Gründungsentscheidung eine Infoveranstaltung abgehalten wird.

Diese ist heute um 18 Uhr im Domcom Ebermannsdorf. Geladen werden die Jugendlichen aus dem Gemeindebereich, die Vertreter der Jugendmarkträte aus Königstein und Sulzbach-Rosenberg sowie Claudia Mai vom Kreisjugendring Amberg-Sulzbach und der Gemeinderat Ebermannsdorf. Im Anschluss wird das Thema nochmals intern besprochen.

Zisternenwasser melden

Am Ende der Sitzung erinnerte Bürgermeister daran, dass Bürger, die Zisternenwasser neben Gartenbewässerung auch für Toilettenspülung und Waschmaschine nutzen, dies der Gemeinde mitteilen müssten. Für die Toilettenspülung werden laut Satzung pauschal 18 Kubikmeter pro Person im Haushalt bei der Abwassergebühr berechnet. Weiter informierte der Bürgermeister, dass es mit der Spielvereinigung Ebermannsdorf ein Gespräch zum Thema Wasserverbrauch für den Fußballplatz gab. Nachdem die Gemeinde die Kosten in voller Höhe übernehme, die im Hochsommer während der Gießzeit bei über 3000 Euro monatlich liegen, erwarte sie auch einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Nass bei der Bewässerung.

Es wurde vereinbart, dass bei hohen Temperaturen tagsüber oder bei Regen nicht mehr gegossen werden darf. Außerdem müsse die SpVgg eine Liste führen, der entnommen werden kann wann, welcher Platz, bei welcher Witterung und welcher Temperatur gegossen wurde und wie viel Wasser dafür verbraucht wurde. Die Entnahmestelle hat dafür nun einen Wasserzähler.
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