Zwischen Feuer und Wasser

Sie zückten bei der Eröffnung des Oberpfälzer Seenwegs die Scheren (von links): Altlandrat Volker Liedtke, Pfarrer Alfredo Malikoski, Landrat und Zweckverbandsvorsitzender Thomas Ebeling, Ebermannsdorfs Bürgermeister Josef Gilch, Bezirkstagsvizepräsident Norbert Hartl, Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter, Vorsitzender des Tourismusverbandes Ostbayern, Dr. Michael Braun und Pfarrer Christoph Melzl. Bild: wec
Lokales
Ebermannsdorf
12.10.2015
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Mit der Einweihung des neuen Oberpfälzer Seenwegs, der den Jurasteig über den Erzweg mit dem Goldsteig verbindet, besteht nun uneingeschränkter Wandergenuss von der Fränkischen Schweiz bis zum Bayerischen Wald. Dabei hieß diese Trasse schon einmal ganz anders.

Mit ihr wurde eine Idee Realität, die der Ebermannsdorfer Bürgermeister Josef Gilch schon vor sechs Jahren hatte und die damals noch den Arbeitstitel Hussitenweg trug. Seitdem waren für ihn und seine Mitstreiter viel Überzeugungsarbeit und Gespräche mit Funktionären nötig, sollte der Weg doch beim Berggasthof in Ebermannsdorf beginnen. Der Erzweg führt hier vorbei, ebenso wie der Luxemburger Weg und der heimische Weg der Generationen.

Startpunkt Ebermannsdorf

Ebermannsdorf mit seiner Bergbau- und Köhlertradition bot sich geradezu an, der Startpunkt für die landkreisübergreifende Route zu sein. Auch die kulturhistorischen Stätten entlang des Generationenweges, der Köhlerplatz und die neu angelegten Schau-Hügelgräber, sind direkt mit involviert. Diese kulturelle Einbindung war Bedingung für die Leader-Stelle, um eine 60-prozentige Förderung zu gewähren. Gelder, mit denen auch der Infopoint mit dem Brunnen in Pittersberg verwirklicht werden konnte. Bürgermeister Josef Gilch zeigte sich sehr zufrieden mit den Leader-Projekten, die viel Geld in die Kasse fließen ließen und die Realisierung vieler Dinge erleichterten. "Auch bezüglich der Wanderwege ist die Gemeinde nun sehr gut erschlossen."

Bei der feierlichen Eröffnung des Oberpfälzer Seenwegs beim Murner See konnte der Vorsitzende des Zweckverbands Oberpfälzer Seenland, Landrat Thomas Ebeling, rund 60 geladene Gäste begrüßen. Thomas Falter, sein Stellvertreter und Wackersdorfs Bürgermeister, freute sich, dass an der symbolischen Mitte des neuen Wanderweges mit dem Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur und dem Oberpfälzer Märchengarten zwei weitere Leader-Projekte zum Verweilen entlang der rund 72 Kilometer langen Route einladen. Stellvertretender Bezirkstagspräsident Norbert Hartl versprach, künftig besonders in seiner Heimat Regensburg mehr Werbung für das Oberpfälzer Seenland zu machen. "Damit diese nicht nur nach Oberbayern, Österreich und Italien zum Wandern fahren, sondern auch den Weg in die nördliche Oberpfalz finden."

Bedeutung für Region

Die Bedeutung des Tourismus für die Region betonte auch Leader-Manager Hans-Michael Pilz vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Neumarkt. Gerade in den vergangenen Jahren seien im Oberpfälzer Seenland zahlreiche Projekte ins Leben gerufen worden, um den Tourismus weiter ausbauen zu können. Ein Großteil davon sei mit EU-Geldern zur Entwicklung der ländlichen Regionen realisiert worden.
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