Bürgerversammlungen in Ebermannsdorf
Jetzt geht's um die Neue Mitte

Hier soll sie entstehen, Ebermannsdorfs Neue Mitte - auf der Grünfläche unterhalb der Grundschule. Bild: aps
Politik
Ebermannsdorf
26.04.2016
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Eine Gemeinde wird niemals fertig: Es gibt immer etwas zu planen, zu entwickeln und umzusetzen. Das wurde bei den Bürgerversammlungen in Ebermannsdorf deutlich. Ein aktuelles Beispiel dazu wurde auch thematisiert - das Projekt Neue Mitte.

Nicht nur in Ebermannsdorf selbst, sondern auch in Diebis und Pittersberg gaben die Bürgerversammlungen Einblick ins Gemeindegeschehen. Insgesamt kamen allerdings nur 98 Besucher zu den drei Veranstaltungen - 17 waren es in Diebis, 29 in Ebermannsdorf und 48 in Pittersberg. Die Zahl der Anfragen hielt sich in Grenzen. Die meisten Wünsche und Anregungen stehen bereits auf der Agenda der Gemeinde oder wurden schon im aktuellen Gemeindeblatt erläutert.

In Ebermannsdorf merkte Gemeinderat Michael May, dass die Zahl der Anwesenden sehr gering sei. Er regte an, zu versuchen, diese beim nächsten Mal durch mehr Werbung zu erhöhen. Bürgermeister Josef Gilch sicherte zu, dass die Bürger künftig zusätzlich durch Posteinwurf zu den Versammlungen eingeladen werden. Anhand von Grafiken erläuterte er Eckpunkte der Gemeindeentwicklung. Hier kämen jährlich neue Aufgaben hinzu, an die vor zehn Jahren noch niemand gedacht habe. Dazu zählen zum Beispiel der Breitbandausbau, die Gleichstromtrassen, der demografische Wandel und ganz aktuell die Flüchtlinge. Gleichzeitig müssten aber auch die Probleme der Bürger vor Ort schnell und unbürokratisch gelöst werden, betonte der Bürgermeister.

Das Hauptaugenmerk liegt in Ebermannsdorf laut Gilch in diesem und in den nächsten Jahren auf der Schaffung einer Neuen Mitte. Inzwischen sei das Amt für ländliche Entwicklung als Partner und Fördermittelgeber dabei. Das Gemeindeentwicklungskonzept stehe ebenfalls. Nun folge ein Architektenwettbewerb, um Ideen für die Gestaltung des neuen Ortskerns zu sammeln. Da es sich um eine städtebauliche Entwicklung der Gemeinde und des Ortes handele, die weit in die Zukunft reiche, müsse die Art der Umsetzung genauestens überlegt werden, betonte Gilch. Vorhandene Einrichtungen wie Domcom, Zahnarzt, Kindergarten und evangelisches Gemeindehaus müssten integriert werden. Viele Ideen seien bereits bei der Bürgerbeteiligung gesammelt worden: Sie sollen jetzt in die Überlegungen der Fachplaner einfließen.

Informationen aus dem Ebermannsdorfer Bürgerversammlungen


Haushalt:
Der Ebermannsdorfer Haushalt 2015 umfasste inklusive der laufenden Ausgaben und Personalkosten: im Verwaltungshaushalt 4 002 100 Euro, im Vermögenshaushalt inklusive der Investitionen 1 238 515 Euro.

2015 wurden Kredite in Höhe von 300 000 Euro aufgenommen. Davon wurden gleich 100 000 Euro verwendet, um einen Teil des Wasserversorgungs-Kredits zurückzuzahlen. Die Gemeinde hatte Ende des vergangenen Jahres Schulden in Höhe von 2 033 000 Euro. Damit liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei 849,21 Euro. Die Hebesätze sind unverändert: Gewerbesteuersatz: 350%, Grundsteuer A (Landwirtschaft): 300%, Grundsteuer B (Wohn- und Gewerbegebäude): 300 %.

Entwicklung Einwohnerzahlen:
Wie schon 2014 sind die Einwohnerzahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. 16 Geburten (neun Buben, sieben Mädchen) 2015 waren drei mehr als 2014. Die Erfolgsgeschichte des Neubaugebiets Sonnenfeld Ebermannsdorf scheint in Pittersberg weiterzugehen: 7 der 13 Parzellen dort sind verkauft, mit dem Bau einzelner Häuser wurde schon begonnen. Trotz Neuzuzügen und der leicht ansteigenden Geburtenzahl macht der demografische Wandel aber auch vor Ebermannsdorf keinen Halt.

Zukunftsweisende Institutionen:
Die Gründung des Seniorennetzwerks Ebermannsdorf unter Leitung des Seniorenbeauftragten Johann Bauer und der Beitritt der Gemeinde zum Seniorenmosaik der Naturpark-Hirschwald-Gemeinden wertete Bürgermeister Josef Gilch als ersten Schritt zu zukunftsweisenden Institutionen. In regelmäßigen Sitzungen würden die Wünsche und Bedürfnisse der älteren Bürger besprochen und an Lösungen gearbeitet. Im Oktober 2015 sei ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept für den Landkreis erarbeitet und beschlossen worden: Es soll heuer umgesetzt werden. Auch die Jugend wurde laut Gilch nicht außer Acht gelassen. In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring hat Jugendbeauftragter Erich Meidinger einen Jugendbeirat für Ebermannsdorf gegründet. Durch dieses Gremium können sich Jugendliche aktiv in das Gemeindeleben einbringen, Ideen und Wünsche vorbringen.
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