Der Ebermannsdorfer Alt-Bürgermeister Albert Gruber wird heute 75 Jahre alt
Ein großer Freund der Vereine

Dafür, dass es Albert Gruber auch im Ruhestand nicht langweilig wird, sorgt unter anderem Yorkshire-Terrier-Hündin Susi, die Ehefrau Valerie hier auf dem Arm hält. Bild: kne
Politik
Ebermannsdorf
16.06.2016
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In den Sitzungen des Gemeinderats taucht er immer noch auf. Wer wie Albert Gruber 35 Jahre lang engagierter Kommunalpolitiker war, kann sich nicht einfach ausklinken, der interessiert sich auch im Ruhestand dafür, was in der Gemeinde geschieht. Heute sorgt Alt-Bürgermeister Albert Gruber selbst dafür, dass im Ort was los ist: Er feiert seinen 75. Geburtstag.

Seit 1973 im Gemeinderat


Seit dem 1. Januar 1973 war Gruber Mitglied des Gemeinderats, von 1993 bis 2008 1. Bürgermeister. Die Industriegebiete Schafhof I und II entstanden in dieser Zeit, viele Baugebiete.

Neben der Infrastruktur gehörte Grubers Aufmerksamkeit auch immer den Vereinen. Die sieht er als unverzichtbar für die kulturelle Entwicklung und gesellschaftliche Belebung der Gemeinde an. "Ohne Vereine und Kirche ist ein Ort tot", so sein oft und aus tiefer Überzeugung gebrauchter Ausspruch.

Dabei war für ihn wichtig, nicht nur ein Schreibtischtäter zu sein, sondern den Kontakt zu den Bürgern zu halten. Ohne die Gespräche bei Festen, Geburtstagen, Schafkopfabenden, Frühschoppen oder einfach den Plausch über den Gartenzaun hätte ihm seine Arbeit nur halb so viel Spaß gemacht. Er wollte immer wissen, wo die Leute der Schuh drückt. Sein Motto: "Nicht die Bürger sind für die Gemeinde da, sondern die Gemeinde und der Bürgermeister für die Bürger!"

Gruber, der aus Aham bei Landshut stammt, also ein gebürtiger Niederbayer ist, erlernte das Bäckerhandwerk und fand nach seinem Wehrdienst eine Anstellung bei der Bundesbahn. Er wurde nach Amberg versetzt und bekam bald einen Bauplatz in Ebermannsdorf. Dort errichtete er 1968 mit seiner Frau Valerie und den beiden Töchtern Sabine und Gabriele ein Eigenheim.

Seit dieser Zeit engagiert er sich ehrenamtlich. In der Spielvereinigung Ebermannsdorf war er etwa aktiver Spieler, Gerätewart, Jugendtrainer, 2. Vorsitzender und jahrelang auch Vorsitzender. Am Bau des Sportheims (jetzt Berggasthof) war er 1975 maßgeblich beteiligt. 1992 gründete er die Jugendblaskapelle St. Konrad. Von 1975 bis 2006 war Gruber Mitglied der Katholischen Kirchenverwaltung. Noch heute ist er bei fast allen Vereinen Mitglied - außer dem Frauenbund, wie er selbst immer schmunzelnd bemerkt.

Leiter der Kapelle


Seine Jugendblaskapelle leitet Gruber als Vorsitzender immer noch mit viel Herzblut. Seinen Schafkopfabenden war er, soweit möglich, auch während seiner Bürgermeisterzeit treu, kann sie aber im Ruhestand mit mehr Muße angehen.

Ein weiteres Rentnerhobby ist die Pflege seines Gartens. Die Goldfische warten jeden Morgen darauf, gefüttert zu werden, und auch das Schwimmbecken bedarf immerwährender Aufmerksamkeit.
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