Ebermannsdorf ist im Programm Dorferneuerung
Neue Mitte: Jetzt geht's los

Treue Mitglieder hat die CSU Ebermannsdorf/Pittersberg ausgezeichnet. Den Jubilaren gratulierten (von links) Vorsitzender Erich Meidinger, MdB Barbara Lanzinger und Bürgermeister Josef Gilch sowie MdL Harald Schwartz (Dritter von rechts). Bild: wec
Politik
Ebermannsdorf
15.01.2016
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Beim Neujahrsempfang der CSU Ebermannsdorf/Pittersberg blickte Bürgermeister Josef Gilch im Beisein von Politprominenz von Bund und Land auf das vergangene Jahr zurück. Dabei verwies er auf die erfolgreichen Industriegebiete an der Autobahn - Schafhof West mit dem großen Investor Haitian sowie Schafhof Ost, das langsam Konturen annimmt.

Der Gemeindechef erinnerte an die Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens und den Start der BauhofRenovierung, die im Gemeinderat eher zwiespältig betrachtet werde. Für Gilch steht an erster Stelle der Umweltgedanke. Positiv verzeichnete er, dass Ebermannsdorf ab 2016 im Programm für Dorferneuerung beim Amt für ländliche Entwicklung stehe. Damit könne das Projekt "Neue Mitte", für das der Masterplan bereits vorhanden sei, starten. Nach dem Beschluss des Gemeinderats in der Februar-Sitzung werde man nach aktiven Mitgestaltern suchen und in die Planung gehen. Gilchs besonderer Dank galt dem SEK - dem Senioren-Einsatzkommando, wie er verschmitzt erklärte. Das gut funktionierende Netzwerk zeichne sich durch tatkräftige Unterstützung in vielen Bereichen aus. Gilch streifte das Thema Breitbandausbau, das 2015 kein leichtes gewesen sei. Der dafür verantwortliche Gemeinderat Hans Vornlocher erwiderte spontan "2016 wird's auch nicht leichter" und erntete dafür verhaltenes Lachen.

In der weiteren Zukunft leuchtet nach den Worten von Ortsvorsitzendem Erich Meidinger bereits das 50-jährige Bestehen der Ortsgruppe im April 2017 am Horizont. "Demokratie lebt vom Ehrenamt", betonte er und dankte den Aktiven der CSU für ihr Engagement. Zum Abschluss wurden Jubilare geehrt.

Die Politprominenz und die FlüchtlingeBundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger verwies bei der CSU Ebermannsdorf-Pittersberg auf die positive wirtschaftliche Entwicklung - trotz des enormen Flüchtlings-Zustroms, durch den die Welt ins Wanken geraten sei. Fakt sei, dass Menschen, die Hilfe benötigten, diese auch bekommen müssten. Es sei aber auch wichtig, Ängste und Probleme beim Namen nennen zu dürfen. Nur miteinander könne man die Sicherheit im Rechtsstaat garantieren.

Bundestagsabgeordneter Alois Karl betonte, die vergangenen 70 friedlichen Jahre müssten fortgesetzt werden. Allerdings seien der innere und äußere Frieden aus den Fugen geraten durch 60 Millionen Menschen auf der Flucht und eine sehr unkoordinierte Lage im Nahen Osten. Die Glaubwürdigkeit der Politik werde davon abhängen, ob echte Asylbewerber von Mitläufern getrennt werden könnten. Karl mahnte, Recht und Rechtsstaatlichkeit zu achten und andere Menschen mit Respekt zu behandeln. Auch Landtagsabgeordneter Harald Schwartz ging auf die Flüchtlinge ein: Die CSU habe sich hier eindeutig positioniert und werde alles daran setzen, das Thema heuer in den Griff zu bekommen. Bayern nehme derzeit 90 Prozent aller Flüchtlinge auf und bearbeite selbst ein Viertel aller Zugänge. Der Freistaat stehe für alle Kosten gerade, die den Landkreisen und Gemeinden entstehen. Im Nachtragshaushalt würden 2700 Stellen in der Verwaltung und 2000 bei der Polizei aufgebaut. Hier sei Bund in der Pflicht.

Die humanitäre Verpflichtung müsse gewahrt, aber auch die Anliegen der Bevölkerung müssten berücksichtigt werden. Das sei auf Bundesebene mit drei Koalitionspartnern nicht einfach: Schwartz dankte deshalb allen, die zur CSU halten, ausdrücklich. (wec)


AusgezeichnetDie Ebermannsdorfer CSU hat langjährige Mitglieder geehrt:

35 Jahre: Alfred Mendl, Ferdinand Preischl, Anton Reindl, Karl Schanderl und Friedrich Wagner

30 Jahre: Dr. Bertram Müller und Hans Vornlocher

25 Jahre: Josef Bäuml

20 Jahre: Willi Kastner, Johann Liebl und Johann Vierl

15 Jahre: Josef Beer, Bernhard Grötsch, Hubert Huger, Josef Mulzer, Josef Reil, Andreas Schmid, Sieglinde Schmid, Georg Straller, Hans-Joachim Treutler und Erich Meidinger (wec)
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