Ebermannsdorfer zwischen 11 und 25 Jahren im Gemeinderat vertreten
Jugend darf jetzt mitreden

Ebermannsdorf hat jetzt einen eigenen Jugendgemeinderat. Darüber freuen sich (hinten, von links) Jugendbeauftragter und 3. Bürgermeister Erich Meidinger, Bürgermeister Josef Gilch, Vorsitzender Dominik Meidinger, Robert Maiwald, stellvertretender Kassier Niklas Elsner, Schatzmeisterin Julia Meidinger, Leonard Maiwald, stellvertretender Vorsitzender des JuGeRa, Julian Pospiech und (vorne, links) Beraterin Simone Schuhmann sowie die weiteren Teilnehmer an der ersten Sitzung. Bild: wec
Politik
Ebermannsdorf
05.07.2016
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Früh übt sich, wer in seinem Ort etwas bewegen will: 400 Jugendliche aus dem Gemeindebereich waren zur Wahl des ersten Jugendgemeinderats (JuGeRa) eingeladen. Zwölf von kamen ins Pfarrheim.

Starthilfe kam von den erfahrenen Mitgliedern des Jugendmarktrates aus Königstein und von Claudia Mai von der kommunalen Jugendarbeit des Landkreises (Koja). An zwei Abenden des vergangenen Jahres hatten sie interessierten Jugendlichen die Struktur und den Aufbau einer eigenen Interessensvertretung erklärt.

Seitdem hatten sich zwei der über 18-Jährigen, Julian Pospiech und Robert Maiwald, intensiv mit dem Projekt befasst und eine Präsentation für ihre Heimatgemeinde erarbeitet, die sie den Anwesenden zu Beginn des Nachmittags vorstellten.

Team und Termine stehen


Zunächst treffen sich die Jugendlichen sechsmal im Jahr. In einer Abschlusssitzung beraten sie über die nächsten zwölf Monate. Die Versammlungen laufen im Pfarrsaal der Bruder-Konrad-Kirche. Er liegt zentral und verfügt über die notwendige technische Ausstattung.

Mitmachen beim JuGeRa können Jugendliche aus dem gesamten Gemeindebereich zwischen 11 und 25 Jahren. Ab der ersten Teilnahme an einer Sitzung ist man auch Mitglied. Um möglichst viele potenzielle Mitstreiter zu erreichen, will das Gremium auch in sozialen Netzwerken aktiv sein. Außerdem steht der Gruppe eine vom Gemeinderat vorgeschlagene und vom Jugendrat genehmigte Betreuerin zur Verfügung. Es ist Simone Schuhmacher, die die Anwesenden auch einstimmig zur Beraterin ernannten. Sie fungiert als Ansprechpartnerin für die jungen Leute, aber auch als Verbindungsglied zur Gemeinde.

Anschließend stellten sich die neun jungen Männer und die drei Frauen zwischen 11 und 22 Jahren selbst vor und bestimmten Kandidaten für die zu besetzenden Ämter. Die schriftlichen Wahlen ergaben jeweils gleich viele Stimmen für zwei Kandidaten, so dass am Ende ein Münzwurf entschied. Demnach vertreten Vorsitzender Dominik Meidinger, sein Stellvertreter Julian Pospiech, Kassiererin Julia Meidinger und ihr Vertreter Niklas Elsner künftig die jungen Ebermannsdorfer.

Sport als Anliegen


Den ersten Wunsch formulierte Andrea Reinhardt (12) aus Diebis: Sie würde gern gefahrlos mit Inlinern auf einer Teerstraße fahren. Zudem gab es den Wunsch nach einem Beachvolleyball-Feld. Bürgermeister Josef Gilch überlegte, ob dies mit Hilfe einer EU-Förderung realisierbar wäre. Es sei es wichtig, dass die Jugend eigene Projekte auf die Beine stelle und damit selbstverwaltete Einnahmen zustande kommen.

HintergrundDer Jugendgemeinderat wird für zwei Jahre gewählt. An seiner Spitze stehen ein Vorsitzender, ein Stellvertreter und ein Kassier. Diese müssen über 18 Jahre alt sein. Bei jeder Sitzung wird ein Schriftführer für den nächsten Termin festgelegt. Beschlussfähig ist der Rat ab einer Anwesenheit von fünf Mitgliedern und einem Vorsitzenden. Der JuGeRa kann an den Gemeinderats-Sitzungen teilnehmen. Hier kann er eigene Wünsche und Projekte vortragen und hat auch ein Mitspracherecht in diesem Gremium. Die Gemeinde stellt der Gruppe die benötigten Arbeitsmittel und ein Budget bereit. (wec)
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