Gemeinderat folgt Anregung
Klimaanlage für Schlafräume

Bürgermeister Josef Gilch (rechts) vereidigt Gemeinderat Thomas Klee (SPD, links) aus Pittersberg. Bild: aps
Politik
Ebermannsdorf
23.05.2016
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Eine neues Gesicht in ihren Reihen begrüßten die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung: Thomas Klee (SPD) aus Pittersberg. Erforderlich geworden war die Vereidigung nach einem Rückzug.

Für SPD-Gemeinderat Martin Schaller, der das Gremium verlassen hat, rückt Thomas Klee aus Pittersberg nach. Einen Wechsel gibt es auch bei der Freien-Wähler-Gemeinschaft (FWG). Der Rücktrittsantrag von Herbert Jäger wurde einstimmig angenommen, der Listennachrücker wird zur nächsten Sitzung eingeladen.

Sehr zufrieden mit der Arbeit der Verwaltung zeigten sich 2. Bürgermeister Michael Götz, Reinhardt Jäger und Christian Elsner, die als Prüfungsausschuss das Rechnungsjahr 2013 unter die Lupe genommen hatten. Auch die über- und außerplanmäßigen Ausgaben wurden ohne Einspruch genehmigt. Hier stellte man fest, dass die Zahlen für 2013 durch die Verwaltung realistisch veranschlagt wurden: Es seien nur geringfügig über- und außerplanmäßige Ausgaben zu verzeichnen. Einstimmig wurde deshalb die Jahresrechnung festgestellt und der Entlastung zugestimmt.

Mit Schuljahresende


Nachdem die Betreuung & Erlebnis pur gemeinnützige GmbH aus Kümmersbruck die Mittagsbetreuung an der Grundschule Ebermannsdorf zum Ablauf des Schuljahres aufgeben wird, hat man sich im Rathaus auf die Suche nach einem neuen Träger gemacht. Das attraktivste Angebot erhielt man von den Johannitern (Unfall Hilfe Regensburg), das auch einstimmig angenommen wurde. Die Betreuung wird an fünf Tagen pro Woche bis 16 Uhr angeboten. Die Kinder erhalten ein Mittagessen, werden bei Hausaufgaben betreut und im Anschluss können sie an einem Freizeitprogramm teilnehmen. Die finanzielle Unterstützung der Mittagsbetreuung durch die Kommune wurde durch den Gemeinderat bereits in der vorhergehenden Sitzung beschlossen.

Marina Hildebrand, Leiterin des Kindergartens Sonnenschein, informierte, dass es notwendig wäre, in den zwei Schlafräumen der Krippe eine Klimaanlage einzubauen. Die Räume erwärmen sich im Sommer so stark, dass die Kleinkinder während ihres Mittagsschlafes extrem schwitzen. Gemeinderat Michael May (ÖDP) warnte vor einer Art "overkill protection" der Kinder, verwies auf den Stromverbrauch und die fatalen Klimafolgen, die durch solche Geräte verursacht werden. Nach kurzer Diskussion entschied sich der Rat mit 12:3 Stimmen für die Anschaffung einer Klimaanlage zum Angebotspreis von 5152 Euro.

Weiterhin 100 Euro


Einstimmig abgelehnt wurde der Antrag der Feuerwehr Ebermannsdorf auf Erhöhung des Zuschusses für den Führerschein C/CE aufgrund erfolgter Preissteigerungen. Bereits 2010 hatten die Räte beschlossen, dass es je Aktivem einen Zuschuss zum Führerschein von 1000 Euro gibt. Der neue Antrag sah vor, dass die Gemeinde zwei Drittel der Gesamtkosten - ein Führerschein liegt bei rund 2000 Euro - übernehmen sollte. Alle Räte waren sich einig, den Entschluss aus 2010 beizubehalten.

Die Genehmigung der Feuerwehrbedarfsplanung 2016 wurde wegen noch offener Fragen auf eine der nächsten Sitzungen verschoben. Bürgermeister Josef Gilch schlug vor, dass der gesamte Rat die drei Wehren in Ebermannsdorf, Pittersberg und Diebis direkt in ihren Gerätehäusern besuchen sollte, um die Lage vor Ort zu besprechen und sich einen Überblick zu den Wünschen zu machen.

Eine längere Diskussion löste der Antrag der SpVgg Ebermannsdorf auf Teilnutzung der Tennisplätze an der Erzweg Stub'm aus. Derzeit werden von den vier Feldern zwei aktiv durch den örtlichen Tennisverein genutzt. Die beiden leicht verwahrlosten Plätze stehen frei. Gilch informierte darüber, dass die SpVgg die beiden ungenutzten Plätze auf eigene Kosten und Rechnung für die Jugendabteilung übernehmen möchte. Der Verein würde eine Humusschicht aufbringen und einen Rollrasen verlegen. Die Abgrenzung zu den anderen Plätzen würde durch ein Fallnetz erfolgen. Die Pflege übernähme der Verein.

Hier teilten sich die Meinungen. So empfanden einige der Räte das Vorhaben als gute Idee, ja sogar vorbildhaft. Andere hingegen sahen es als fraglich an, wie die Finanzierung gestemmt werden sollte. Wegen rückläufiger Mannschaftszahlen im Fußballverein wurde die Notwendigkeit des zusätzlichen Platzes bezweifelt. Aufgrund noch offener Fragen entschloss sich das Gremium, den Punkt auf die nächste Sitzung zu verlegen und hierzu den Vorstand zu hören.

Für Simone Schuhmann


Nachdem in der vorherigen Sitzung der Jugendbeirat für die Gemeinde gegründet wurde, war es nun an der Zeit, einen Betreuer zu bestimmen. Einstimmig entschied man sich für die von Jugendbeauftragten Erich Meidinger vorgeschlagene Simone Schuhmann aus Ebermannsdorf.
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