Staatsekretär Albert Füracker in Schafhof
In 30 Minuten in Tschechien

Staatssekretär Albert Füracker ist nach seinem Besuch bei Project Luna voll im Bilde über die Schafhofer Gewerbegebiete. Bild: wec
Politik
Ebermannsdorf
20.09.2016
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Tschechien ist von hier aus über die A6 in 30 Minuten erreichbar: Dieser Vorteil macht Schafhof zu einem gefragten Gewerbestandort. Für den interessierte sich Finanz-Staatssekretär Albert Füracker.

Füracker (CSU), der aus Parsberg im Landkreis Neumarkt stammt, machte sich mit MdL Harald Schwartz ein Bild von den Ebermannsdorfer Gewerbeflächen in Schafhof. Bürgermeister Josef Gilch führte die beiden zunächst zum künftigen Industriegebiet Ost: Es liegt derzeit noch brach, ist aber bereits gerodet.

Klarer Standortvorteil


Das besondere Plus dieses Standorts ist laut Gilch die Lage an den Lebensadern der Region, der Schnittstelle der Autobahn A6 mit der B85 und weiterführend, der Staatsstraße 2151 in Richtung Schwarzenfeld und der Kreisstraße AS23 über Ebermannsdorf ins Vilstal. Diese Premiumlage ist laut Gilch ideal für Betriebe, die mit den EU-Mitgliedsstaaten im Osten in Geschäftsbeziehung stehen oder treten, aber dennoch dem Standort Deutschland treu bleiben möchten. Die Grenze zur Tschechischen Republik ist nur 30 Minuten entfernt. All diese Vorteile biete auch das neue Industriegebiet Schafhof III Ost. Die Planungen dafür starten im Frühjahr des nächsten Jahres. Bis dahin sind laut Gilch auch die naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen erledigt.

Ausfahrten für Industrie


Albert Füracker würde es sehr begrüßen, wenn sich entlang aller bayerischen Autobahn-Ausfahrten Industriegebiete ansiedeln würden. "Sobald ein Betrieb hier in Schafhof Ost investiert und neue Arbeitsplätze geschaffen hat, wird sich eine Sogwirkung für weitere Ansiedlungen entwickeln", prophezeit er. Von Schafhof Ost ging es über das Verkehrskreuz hinüber in das flächenmäßig komplett verkaufte Industriegebiet II West. Die Geschäftsleute Achim und Anja Hüttner hatten die Politiker eingeladen. Die Geschwister haben hier 2013 ihr seit 2004 florierendes Project Luna angesiedelt und beschäftigen mittlerweile 32 Mitarbeiter, die Hälfte von ihnen im Handwerk, die andere in der Planung, Auftragsentwicklung und Betreuung von Kunden und Lieferanten. Der Staatssekretär erhielt von den jungen Unternehmern aufschlussreiche Antworten auf seine Fragen und konnte deshalb bald von sich behaupten, "im Bilde zu sein".

Weltbekannte Kunden


Die Produktion hochwertiger Ladeneinrichtungen kam über den Hauptkunden Breuninger richtig ins Rollen. Auch weltbekannte Labels wie Dior, Hugo Boss und Bulgari sowie der LVMH-Konzern, eine französische Aktiengesellschaft, die Luxusgüter unter weltbekannten Labels vertreibt (beispielsweise Louis Vuitton, Moët und Hennessy), gehören zu den Kunden von Project Luna. "Wir bauen zu 90 Prozent Möbel, die Produkte präsentieren, die von Frauen konsumiert werden", berichtete Achim Hüttner mit Blick auf die hochglänzenden Aufsteller und Regal-Kombinationen, in denen irgendwann Parfumflakons, Kosmetik oder hochpreisige Kleidung präsentiert werden.

Sobald ein Betrieb hier in Schafhof Ost investiert und neue Arbeitsplätze geschaffen hat, wird sich eine Sogwirkung für weitere Ansiedlungen entwickeln.Staatssekretär Albert Füracker
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