Zwischen Ebermannsdorf und Fensterbach
Radweg: Lücke schließt sich

Das blaue Schild signalisiert den Radfahrern Sicherheit. Deshalb möchten sie, dass der Radweg nicht erst an der Abzweigung nach Högling beginnt (von links): Bauoberrat Stefan Noll, Bürgermeister Josef Gilch (Ebermannsdorf), Albert Aschenbrenner (Geschäftsführer der Gemeinde Ebermannsdorf), Bürgermeister Christian Ziegler (Fensterbach). Bild: wec
Politik
Ebermannsdorf
06.05.2016
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Mit dem Fahrrad von Amberg nach Schwarzenfeld - das könnte landschaftlich eine schöne Tour sein. Doch wer dort fahren möchte, riskiert schlimmstenfalls auf einem rund zwei Kilometer langen Teilstück der Staatsstraße 2151 sein Leben.

Ebermannsdorf/Fensterbach. Der durchgehende Fahrradweg endet bei der Abzweigung nach Högling, und erst in Fensterbach gibt es wieder fahrradtaugliche Wege. Bis jetzt sind Radler deshalb gezwungen, diese Strecke auf der Staatsstraße zurückzulegen: mit Verkehr im Rücken, der meist mit 100 km/h dahinbrettert, bedrängt von Überholenden.

Das soll sich ändern. Darin waren sich die Verantwortlichen der Nachbargemeinden Fensterbach und Ebermannsdorf, die Bürgermeister Christian Ziegler und Josef Gilch, zusammen mit Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt bei einem Ortstermin einig. Ins Gespräch kamen die Kommunalpolitiker mit dem Beamten im Januar auf dem Ebermannsdorfer Neujahrsempfang. Auch Bürger hatten angeregt, diese gefährliche Lücke im Radwegenetz zeitnah zu schließen.

Binnen kürzester Zeit sei dieser Wunsch zu einem realen Vorhaben gereift, bestätigte nun Noll den Bürgermeistern. Derzeit werde die Planung erstellt, so dass bald mit den Verhandlungen zum nötigen Grunderwerb begonnen werden könne. Der Ausbau des Radwegs an dieser neuralgischen Stelle diene nicht nur der Erhöhung der Verkehrssicherheit, sondern berge auch einen touristischen Wert in sich. Die Möglichkeit, in einem Rutsch sicher auf zwei Rädern von Amberg bis ins Naabtal zu gelangen, setze ein wichtiges landkreisübergreifendes Signal der beiden Nachbargemeinden.

Als Bürgermeister einer Randgemeinde des Landkreises und Kreisrat sei Gilch bestrebt, diese wichtige Verbindung Richtung Naabtal herzustellen und die Nähe zum Nachbarn Fensterbach wieder zu suchen. "Die Verkehrssicherheit ist durch diese zwei fehlenden Kilometer auf einer Gesamtlänge von 20 Kilometer Radweg unterbrochen", bestätigte auch Christian Ziegler den Wunsch nach einer sicheren Verbindung.

Noll bezeichnete es als "Glücksfall, mit diesen zwei unkomplizierten und kooperativen Gemeindechefs zusammenzuarbeiten". Er zeigte sich zuversichtlich, dass auch der Grunderwerb reibungslos funktionieren werde, so dass innerhalb der nächsten zwei Jahre dieses Vorhaben realisiert werden könne. Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Menschen das Fahrrad nicht nur in der Freizeit nutzen, sondern damit auch zur Arbeit fahren, müsse deren Sicherheit durch durchgängige Fahrradwege gewährleistet sein. Die Finanzierung werde durch das Staatliche Bauamt und die Kommunen sichergestellt.
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