Appell zum Volkstrauertag
Frieden ist nicht selbstverständlich

Vermischtes
Ebermannsdorf
17.11.2016
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Am Kriegerdenkmal am Friedhof mahnte Bürgermeister Josef Gilch zum Volkstrauertag, sich trotz aller Verunsicherung und Ängste daran zu erinnern, "dass es uns Deutschen heute sehr gut geht". Konrad Adenauers Worte "Frieden und Freiheit, das sind die Grundlagen jeder menschenwürdigen Existenz" sollten eigentlich selbstverständlich sein.

Doch unzählige Menschen mussten laut Gilch sterben - weil Frieden eben nicht selbstverständlich war und auch heute nicht ist. Gilch verwies auf den in der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg offenbar ein wenig verblassten Ersten Weltkrieg. Erschütternde Momentaufnahmen aus dem blutigen Krieg zwischen Frankreich und Deutschland sowie Auszüge aus Feldpostbriefen von Soldaten beider Armeen rührten die Anwesenden im Gedenken an die zahlreichen Toten. Es wurde deutlich, dass die Soldaten auf beiden Seiten, die beide kämpften und überleben wollten, sich menschlich gesehen sehr ähnlich waren.

Gilch sagte, er hoffe, dass alle aus der Vergangenheit gelernt haben: Frieden sei auch heute nicht selbstverständlich. An seine Bürger appellierte er, "allen Rattenfängern dieser neuen, deutschnationalen Parteien, die gegen Europa schimpfen, massiv entgegenzutreten". Freiheit und Demokratie müssten verteidigt werden, denn ganz oben auf der Liste der Errungenschaften der EU stehe der Frieden. Eingerahmt von der Feuerwehr legten Gilch sowie Ingrid Harrer und Inge Krüger vom VdK Kränze am Kriegerdenkmal nieder. Die Jugendblaskapelle St. Konrad gab der Zeremonie einen würdigen Rahmen.
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