Denkmalschutz fördert Sanierung der Schlosskirche Ebermannsdorf mit 30 000 Euro
Stiftung greift in Schatulle

Bei der Übergabe des symbolischen Schecks (von links): Pfarrer Herbert Grosser, Gerd Sommer, Kirchenpfleger Josef Beer, Bürgermeister Josef Gilch, Christine Schormüller (KV) und Günther Denk (PGR). Bild: wec
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Ebermannsdorf
12.10.2016
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Um sich vom sinnvollen Einsatz der Mittel der Lotterie Glücksspirale, deren Destinatär die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) seit über 25 Jahren ist, einen Eindruck zu verschaffen, besuchte Gerd Sommer vom Ortskuratorium Erlangen der DSD die Schlosskirche St. Johannes in Ebermannsdorf. Deren Dachinstandsetzung wird durch die private Denkmalstiftung gefördert.

Von Sanierung beeindruckt


Kirchenpfleger Josef Beer von der katholischen Kirchenstiftung Ebermannsdorf dankte dem Überbringer des symbolischen Fördervertrags, der mit 30 000 Euro dotiert ist. Auch Bürgermeister Josef Gilch, Christine Schormüller von der Kirchenverwaltung (KV) und Günther Denk vom Pfarrgemeinderat (PGR) schlossen sich dem Dank an. Gerd Sommer zeigte sich beeindruckt von der gelungenen Außensanierung.

Die Kirche des ehemaligen Hofmarkschlosses in Ebermannsdorf ist ein sehr gut erhaltenes und herausragendes Beispiel für eine besonders frühe, nach französischem Vorbild stark klassizistisch geprägte Sakralarchitektur des Hochbarock, die in Bayern selten zu finden ist.

Die Johannes dem Täufer geweihte Schlosskirche ist nach neuerer Forschung zusammen mit dem Schloss im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts nach Plänen des Münchener Ignaz Anton Gunetzrhainer errichtet worden, bevor er an Schloss Schleißheim mitarbeitete und Obermaurermeister der Stadt München wurde.

Neue Haube


Der erste Abschnitt - die Außensanierung - liegt hervorragend im Zeitplan, erklärte Beer. Ein halbes Jahr lang waren die Zimmerleute am Dach zugange und haben Balken für Balken aufwendig repariert, so dass der Dachstuhl nun fertig ist, ebenso wie sämtliche Spenglerarbeiten. Auf dem Turm wurde die Holzkonstruktion komplett erneuert, die neue Haube wird im Verlauf des Oktobers noch mit Kupferblech überzogen. Die ganze Kirche ist mittlerweile auch außen frisch gestrichen, die bunten Fenster wurden in Veitshöchheim saniert und sind wieder eingebaut. Der Kran ist bereits abgezogen und in absehbarer Zeit wird auch das Gerüst abgebaut werden.

Somit ist die Außenrenovierung der alten Schlosskirche, St. Johannes der Täufer, bald komplett abgeschlossen. Dieses Unterfangen ist eines der mehr als 350 Projekte, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücksspirale allein in Bayern fördern konnte.
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