Doppelfest in der Nikolauspfarrei
Jeder braucht eine Atempause

Der kirchliche Teil des Fests der Herz-Mariä-Bruderschaft in Pittersberg endete an der Lourdesgrotte. Bild: gm
Vermischtes
Ebermannsdorf
02.09.2016
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Das Wetter hätte nicht schöner sein können: Strahlend blauer Himmel begleitete das Doppelfest der Nikolauspfarrei. Pittersberg feierte zum 167. Mal das Fest der Herz-Mariä-Bruderschaft (gegründet 1850), verbunden mit dem Pfarrfest.

Pittersberg. Obwohl er eigentlich Urlaub hat, ließ es sich Pfarrer Herbert Grosser nicht nehmen, kirchlich wie auch weltlich im Kreis seiner Pittersberger Gemeinde zu weilen. Beim Festgottesdienst stand er an der Seite von Josef Fromm am Altar. Lange blieben die beiden danach auch noch in froher und heiterer Runde dabei. Der Pfarrgemeinderat mit Antonia Raß und die Kirchenverwaltung mit Josef Schlegl an der Spitze hatten den Tag gut vorbereitet.

Zeit zum Auftanken


Seelsorger und Messdiener zogen feierlich in die Nikolauskirche ein, an der Spitze die neue Bruderschaftsfahne von 1934, getragen vom Kirchenpfleger. Der Kirchenchor unter der Leitung von Karin Hottner und Annkathrin Blank mit Geige schmückten den Marientag mit freudigem Gesang. Die Kirche auf der Höhe war gut gefüllt mit Gläubigen aus nah und fern.

Die Namen der im vergangenen Jahr verstorbenen neun Bruderschaftsmitglieder verlas Fromm beim Läuten der Glocke, ihrer wurde auch mit Kerzenlicht am Altar besonders gedacht. In seiner Predigt betonte der Geistliche, jeder brauche körperliche und geistige Atempausen - und das seelische Auftanken. Er erzählte dazu auch die Geschichte eines alten Holzfällers, der täglich mit stumpfer Axt arbeitete und dadurch nicht richtig vorwärts kam. Andererseits hatte er aber auch nie Zeit für sich und andere. Grossers Appell: Bedenken wir dies für unser Leben!

Ministranten arbeiten mit


In einer Prozession zogen die Gläubigen zum Abschluss singend über den Friedhof und um das Gotteshaus zur Lourdesgrotte. Die Bruderschaftsformel wurde gebetet, die Geistlichen spendeten den Segen. Im Schatten der Kastanien- und Lindenbäume hatten die Organisatoren derweil alles für den weltlichen Teil vorbereitet. Die Ministranten standen diesmal an der Seite des Pfarreirats, sie sorgten für Salate zum Mittagessen und mit Hilfe der Mütter für Kaffee und Kuchen am Nachmittag im Pfarrsaal. Die Bäckerei Georg Grosser aus Rieden-Ensdorf hatte einen großen Rosinenzopf spendiert. Sehr zur Freude der Messdiener - denn dadurch klingelte es munter in ihrer Kasse. Für die Kinder gab es im großen Pfarrgarten Spiele wie Sackhüpfen oder den Büchsenwurf. Die meisten Punkte holte dabei Lisa Raß vor Florian Reinhardt und Sophia Friedl.
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