Georg und Elisabeth Wienzek feiern Eiserne Hochzeit
65 Jahre Ehe mit Donner und Blitz

Bürgermeister Josef Gilch gratulierte Elisabeth und Georg Wienzek (von links): Das Paar ist seit 65 Jahren verheiratet. Bild: wec
Vermischtes
Ebermannsdorf
25.06.2016
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Auf 65 Ehejahre blicken Georg und Elisabeth Wienzek zurück. Bürgermeister Josef Gilch gratulierte zur Eisernen Hochzeit, auch mit einer Urkunde des ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber .

Stolz zeigte der Jubilar ein Schreiben von Bundespräsident Joachim Gauck und eine Urkunde von Bischof Rudolf Voderholzer , die die beiden 86-Jährigen beim Ehejubiläums-Gottesdienst im Regensburger Dom erhalten hatten. Der gebürtige Oberschlesier erzählte voller Elan, wie er seine Elisabeth kennengelernt hat. Nach der Flucht aus Schlesien kam er als knapp 15-Jähriger mit seiner verwitweten Mutter und zwei Geschwistern in Lintach auf dem Hof der elfköpfigen Familie Birner unter. Er verliebte sich in "die allerliebste und -schönste" der sieben Töchter: Als er volljährig wurde, heirateten die beiden und gründeten eine Familie.

Nach neun weiteren Jahren in Lintach fanden die Wienzeks in Amberg eine neue Bleibe. Georg, der in seiner Heimat Eisenbahner war, arbeitete 32 Jahre lang in der Amberger Justizvollzugsanstalt, während sich Elisabeth um die Kinder kümmerte. "Es hat schon auch ein paarmal ordentlich gedonnert und geblitzt", erinnerte sich der Senior, "aber sie ist mir nicht davongelaufen, meine liebe Elisabeth" - sprach's und nahm sie in den Arm, während sie augenzwinkernd meinte: "Du warst ja auch so gut wie nie daheim." Er stellte seine Freizeit gern dem SV Freudenberg zur Verfügung und pfiff an den Wochenenden als Schiedsrichter in ganz Bayern. Bis vor wenigen Jahren sang er zudem noch beim Männergesangsverein Freudenberg.

Reisen lieben die beiden, ihre größte Freude sind aber ihre drei Kinder und Enkel sowie vier Urenkel. Während der Unterhaltung mit Bürgermeister Gilch rauschte plötzlich das Funkgerät, mit dem Wienzek regen Kontakt mit Gleichgesinnten überall auf der Welt hält: Via Satellit gratulierte ein Bekannter aus Slowenien.
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