Info-Nachmittag für Senioren
Wo die Gemeinde baut

Es tut sich einiges in der Gemeinde: Über die einzelnen Projekte, von Ebermannsdorfs neuer Mitte bis zur Bauhof-Neugestaltung reichte der Überblick, den Bürgermeister Josef Gilch den Senioren gab. Bild: wec
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Ebermannsdorf
27.07.2016
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soll eine "neue Mitte" bekommen. Dieses und weitere Projekte im Ort stellte Bürgermeister Josef Gilch bei einem Nachmittag speziell für die Senioren vor.

Zahlreiche Interessenten waren der Einladung ins Domcom gefolgt. Dort begann der Nachmittag gemütlich mit Kaffee und Kuchen. Bürgermeister Josef Gilch informierte seine Gäste zu Beginn über den Stand der unterschiedlichen Baumaßnahmen in und um die Gemeinde.

Im nächsten Jahr wird die B 85 zwischen Schafhof Ost und Pittersberg komplett vierspurig ausgebaut. Parallel dazu entsteht ein asphaltierter Forstwirtschaftsweg auf der Freihölser Seite, der auch als Radweg genutzt werden kann. Ebenso laufen in Richtung Fensterbach die Planungen für das letzte Stück Radweg zwischen der Abzweigung nach Högling bis zum Ortseingang von Fensterbach. Dann fehlt nur noch eine Überquerungsmöglichkeit der B 85 für Radler. Diese liegt allerdings nicht im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde.

Die Unterführung in Richtung Theuern, die unter der Staatsstraße 2165 hindurch gebaut werden soll, wird noch etwas auf sich warten lassen, informierte Gilch: Die Verhandlungen um benötigte Grundstücke sind der Grund dafür.

Im Moment wird der Fußweg entlang der Hauptstraße von der Abzweigung Amberger Weg bis Erzweg gebaut. Die Fertigstellung ist laut Gilch für Mitte August geplant. Auch die Entwürfe zur neuen Mitte des Dorfes, die auf dem Gelände unterhalb der Schule entstehen wird, gedeihen nach den Worten des Gemeindechefs. Ein Ideenwettbewerb sei ausgeschrieben, in dem sieben Architekturbüros ihre Vorstellungen erarbeiten. Im Februar tagt das Preisgericht. Einen Monat später sollen die Modelle der Öffentlichkeit präsentiert werden. So entstehe ein ungefähres Bild davon, wie die Infrastruktur am günstigsten und sinnvollsten angesiedelt werden könnte.

Die Runderneuerung des mittlerweile 35 Jahre alten Bauhofs soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, kündigte Gilch an. Dann herrsche hier endlich Ordnung und Sauberkeit, wenn die Wege befestigt und die diversen Materialien in einzelnen Schüttboxen getrennt gelagert werden können.

Im BlickpunktEin Besucher klagte beim Seniorennachmittag über das Rondell beim Rathaus: "Ein Schandfleck ist das", ärgerte er sich.

Gilch erklärte ihm, dass dieses Stück Wiese aus Naturschutzgründen ganz bewusst nur einmal im Jahr gemäht werde. Dies sei erst in den vergangenen Tagen passiert - und vom Gemeinderat auch einstimmig so beschlossen worden.

Wolfgang Hahn, ehemaliger Mitarbeiter des Sozialamts Amberg, informierte die Runde über verschiedene Rechte, die im zunehmenden Alter zum Tragen kommen, den Betroffenen aber nicht immer bekannt sind.

Unter anderem, was die Neueinführung der Pflegestufe Null mit sich bringt und dass alle Pflegebedürftigen gesetzlich geregelten Anspruch auf Betreuungsleistungen haben. Hahn erklärte das Antragsverfahren und erläuterte, welche Vergünstigungen sich aus dem Schwerbehindertenausweis ergeben.

Pflegenden Angehörigen riet Hahn, in einem detaillierten Pflege-Tagebuch alle, auch geringe Zeitaufwände zu notierten. Wenn der medizinische Gutachter der Pflegekasse erscheine, um sich ein Bild zu machen, sagten Patienten oft, "ich kann das doch alles selbst machen", was für die Einteilung in eine Pflegestufe eher kontraproduktiv wäre. (wec)
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