Integrationspreis für Flüchtlingshilfe Ebermannsdorf
"Preis spornt uns an"

Der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Kümmersbruck-Theuern-Ebermannsdorf wurde mit dem Integrationspreis der Regierung der Oberpfalz ausgezeichnet. Maria Schönberger (Vierte von rechts) nahm die Urkunde von Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (Sechste von rechts) entgegen. Bild: gib
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Ebermannsdorf
17.11.2016
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Der Jury war die Wahl nicht leicht gefallen. 28 Vereine und Organisationen hatten sich oberpfalzweit für den mit insgesamt 5000 Euro dotierten Integrationspreis beworben. Mit dem dritten Platz und 1000 Euro ausgezeichnet wurde der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Kümmersbruck-Theuern-Ebermannsdorf.

Regensburg/Ebermannsdorf. Entstanden in der Zeit des größten Flüchtlingsaufkommens, organisiert der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe seit Herbst vergangenen Jahres im Vilstal Hilfe unterschiedlicher Art für Migranten. Mit der Zahl der ehrenamtlichen Helfer wuchs auch das Angebot zur Integration. Dazu gehören Deutschkurse mit Kinderbetreuung, Hilfe bei Behördengängen und die Förderung der Mobilität, etwa durch die Organisation von Fahrradspenden, aber auch Familienpatenschaften sowie Unterstützung bei der Suche nach Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsstellen oder einer Wohnung.

30 Helfer in drei Orten


"Der Preis spornt uns an", sagte Richard Bäumler am Dienstag bei der Preisverleihung im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz. Der Arbeitskreis werde weiter tätig sein und das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro selbstverständlich für die künftige Flüchtlingsarbeit einsetzen. Mittlerweile seien 30 Helfer in den drei Orten tätig, auch untereinander seien neue Freundschaften entstanden. "Integration kann nur vor Ort gelingen", betonte Staatsministerin Emilia Müller: "Dort werden Werte und Traditionen gelebt, dort wird unsere Sprache gesprochen." Als Oberpfälzerin freue es sie besonders, wie viele Unterstützungsangebote zur Integration es in ihrer Heimat gebe.

Die prämierten Projekte seien schöne Beispiele für den Ideenreichtum, mit dem sich Menschen für eine gemeinsame Zukunft einsetzen. Integration brauche aber auch die Bereitschaft und eigene Anstrengungen der Zuwanderer ebenso wie die Anerkennung der hiesigen Werteordnung, sagte die Ministerin.

Gelungene Integration


"Die Preisträger sind Paradebeispiele für gelungene Integrationsarbeit in der Oberpfalz", erklärte Regierungspräsident Axel Bartelt: "Sie zeigen, dass jeder Einzelne von uns auf ganz unterschiedliche Weise seinen Beitrag zur Integration leisten kann." Im vergangenen Jahr sei es die wichtigste Aufgabe gewesen, rund 12 000 Menschen in der Oberpfalz unterzubringen. Nun gehe es vor allem darum, die anerkannten Flüchtlinge rasch und reibungslos in allen Lebensbereichen zu integrieren.
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