Jagdgenossenschaft verlängert Pachtvertrag
Einigkeit im Revier

Wenn es um die Jagd geht, sind sich in Pittersberg alle Beteiligten einig (von links): Bürgermeister Josef Gilch, Martin Schmid, Johann Vornlocher, Norbert Zimmermann, Hans Rester, Michael Rester, Hubert Huger, Georg Raß und Richard Scharf. Bild: gm
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Ebermannsdorf
22.02.2016
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Pittersberg. Die Jagdgenossenschaft Pittersberg-Breitenbrunn-Au hat Pittersberg/Ortsflur, einen ihrer beiden Jagdbögen mit 432 Hektar Fläche und 608 Flurstücken, für weitere neun Jahre vergeben. Dies beschlossen die anwesenden 64 Genossen bei einer Versammlung mit Stimmen- und Flächenmehrheit. Die Haftungsgrenze (Deckelung) liegt bei Wildschäden bei 1000 Euro pro Fall.

Die ortsansässige Jäger-Gemeinschaft Hans Rester, Johann Vornlocher und Hubert Huger hatte dazu das einzige Angebot (4,62 Euro Pacht) abgegeben. Die Genossen schenkten ihnen ihr Vertrauen. Nach teils kontroverser Diskussion zwischen Ortslandwirten und Jägern stimmte die Versammlung für die Verlängerung (1. April 2016 bis 31. März 2025). Dafür dankten die Jäger mit einer Brotzeit und Bier.

In der Versammlung zeichnete sich auch ab, dass es angesichts der landesweit starken Schwarzwild-Population an der Zeit ist, im Jagdvertrag aufeinander zuzugehen, um diesem Problem begegnen zu können. In der Mitte von Preis und Schadensregulierung liege der machbare Kompromiss, hieß es seitens der Jäger. Vertrauen und Miteinander von Jagdgenossen und Jägern sei bei eventuellen Wildproblemen künftig wichtiger denn je. Wildschäden zu vermeiden sei auch Ziel der Jäger, betonte Hans Rester. Guter Wille sei am Pittersberg auf beiden Seiten vorhanden, so das allgemeine Resümee.

Der Debatte vorausgegangen waren die Berichte von Schriftführer, Kassier und Kassenprüfer. Für den Jagdbogen Pittersberg/Ortsflur vermeldete Jäger Johann Vornlocher für 2015 21 erlegte Rehe, dazu vier Wildschweine, fünf Füchse und ein Dachs. Auf eine Treibjagd habe man als Heger und Pfleger verzichtet, weil es mit dem Wildbesatz ohnehin mau aussehe. Für den Jagdbogen Breitenbrunn/Au nannte Jäger Hubert Brickl für 2015 einen höheren Abschuss: 28 Rehe, 14 Füchse, 27 Enten, sieben Wildsauen, vier Graureiher und sechs Stück Rotwild, jedoch nur ein Hasen. Der zuständige Jagdberater des Landkreises, Ekkehard Zink zeigte sich erfreut über den Dialog zwischen Jägern und Jagdgenossen am Pittersberg. Bei Niederwildrevieren seien 4,60 Euro pro Hektar im Landkreis der Durchschnitt. Bei 40 Prozent der Reviere gebe es die Wildschaden-Deckelung. Wildschweine hätten heute bessere Voraussetzungen zur Entwicklung (Ernährung).
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