Neujahrsempfang Ebermannsdorf
Ironie für den Waldmoorfrosch

Vermischtes
Ebermannsdorf
17.01.2016
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Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Ebermannsdorf mischte sich ein freundlich lächelnder Schornsteinfeger unter die Besucher.

"Friedlich" war eindeutig das am häufigsten verwendete Wort bei allen Ansprachen, die in der Aula des DomCom zum Neujahrsempfang der Gemeinde Ebermannsdorf zu hören waren.

Bürgermeister Josef Gilch schüttelte zusammen mit seinen Amtskollegen Michael Götz und Erich Meidinger jedem einzelnen Gast die Hand. Darunter befanden sich unter anderem Politiker jeglicher Couleur, Vereinsvorstände, Investoren, Geldgeber, Amtsträger und Vertreter aus Wirtschaft und Industrie, ebenso viele der bereits mit der Ehrennadel bedachten Gemeindebürger.

"Wenn unsere westlichen Werte der Freiheit angegriffen werden, werden wir sie umso entschiedener verteidigen", lautete das Credo des Gemeindeoberhauptes. Auch wenn die Strukturen in den Sozialsystemen, der Verwaltung und in der inneren Sicherheit nicht auf die anhaltenden Ströme von Flüchtlingen ausgelegt seien, so sei es dennoch die Pflicht aller, zusammenzustehen und diese Herausforderungen zu meistern. Gilch zeigte sich stolz auf seine "Emmerschdorfer", die hier vorbildlich handeln und den Kriegsflüchtlingen ihre aktive und finanzielle Hilfe anbieten würden. Man dürfe gerade jetzt nicht vergessen, in welch privilegierten Zeiten man lebe.

Die florierende Wirtschaft mit fast 800 Arbeitsplätzen am Industriestandort Ebermannsdorf sei ein gutes Beispiel für die positive wirtschaftliche Entwicklung in ganz Deutschland. Sein Dank auch für die Genehmigung des Bebauungsplanes Schafhof-Ost richtete sich insbesondere an Landrat Richard Reisinger. Mit einem ironischen Lächeln verkündete Gilch den Anwesenden, dass die Gemeinde mit Schafhof-Ost nun zum "Brauner Waldmoorfrosch-Erwartungsgebiet" mutiert sei. Dennoch überwog die Freude, dass Ebermannsdorf nach sechs Jahren harter Arbeit nun tatsächlich das Baurecht in der Tasche habe.

Gilch gab eine Übersicht über das Wachstum in der Gemeinde und die finanziellen Leistungen, die es speziell für junge Familien mit Kindern gebe. Aber der demografische Wandel erreiche auch die Gemeinde mit immer mehr über 65-Jährigen und immer weniger unter 18. Man habe darauf reagiert und ein gut ausgebautes Senioren-Netzwerk aufgebaut. Ein Wort des Dankes richtete der Bürgermeister an den Jugendbeauftragten Erich Meidinger und an die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich bereit erklärt hätten, in der Lokalpolitik mit eigenen Ideen und Vorschlägen im sogenannten Jugendbeirat mitzumachen.

Mit einem Blick auf das Gemeindeentwicklungskonzept, das nach zwei Jahren Arbeit fertig und die Verwirklichung der "Neuen Mitte" damit greifbar sei, zeigte er sich optimistisch, dass damit viel für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde getan sei. Landrat Richard Reisinger versprach eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Landtagsabgeordneter Harald Schwartz (CSU) bestätigte der Gemeinde eine rasante Entwicklung mit einem dynamischen Bürgermeister Josef Gilch an der Spitze. SPD-Abgeordneter Reinhold Strobl erinnerte daran, dass die Hälfte aller in Deutschland produzierten Artikel ins europäische Ausland gehen und ein vereintes, demokratisches Europa deshalb immens wichtig sei. Er nahm sich und alle Kommunalpolitiker in die Pflicht und versprach: "Wir richten das, dafür sind wir da."

Ambergs Bürgermeister Martin Preuß bezeichnete Neujahrsempfänge in einer schnelllebigen, technisierten Zeit, als bedeutsamer denn je. In ökumenischer Verbundenheit beendeten die Seelsorger Birgit Schwalbe-Eberius und Herbert Grosser den Reigen der guten Wünsche. Die Jugendblaskapelle St. Konrad sorgte unter der Leitung von Josef Lobenhofer für Musik. (Leute)Ebermannsdorf. (wec) Für Josef Gilch ist der Neujahrsempfang ein angenehmer Termin, weil Menschen aus der Gemeinde im Mittelpunkt stehen, deren Wirken man nicht oft genug in den Vordergrund stellen kann. Zum Beispiel Elfriede Schaller . Die quirlige 61-Jährige trat vor 40 Jahren der Damengymnastikgruppe der Spielvereinigung bei, machte ihren Übungsleiterschein und übernahm die Leitung der Gymnastikstunden.

Nicht nur der Sport war ihr wichtig, auch das gesellige Leben im Dorf wurde ordentlich aufgemischt. So waren die Damen schon bald berüchtigt für ihre Teilnahme an Faschingszügen und den Weiberfasching, bei dem der Berggasthof jedes Mal aus allen Nähten platzte. Elfriede Schaller bildete sich für Präventionsübungen fort und erhielt viele Zertifizierungen im Sport-Bereich. Aber auch in gesellschaftlicher Hinsicht ist die ehemalige Siemens-Mitarbeiterin immer dabei. Bei der Organisation der 1000-Jahr-Feier und anderen Jubiläen konnte man sich auf ihre Unterstützung verlassen. Ihre Mitarbeit im Seniorennetzwerk ist eine logische Folgerung.

Die Gemeinderäte beschlossen aufgrund des großartigen Einsatzes für das gesundheitliche Wohl sowie im gesellschaftliche Leben, Elfriede Schaller mit der Ehrennadel auszuzeichnen.
Wenn der Waldmoorfrosch die Überquerung der vierspurigen Autobahn und anschließend der vierspurigen Bundesstraße überlebt hat, kann er sich in den dort im Wald für viel Geld angelegten Feuchtbiotopen ansiedeln.Bürgermeister Josef Gilch
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