Patientin Maria Boßle klärt Senioren auf
Musikerin pfeift auf den Schmerz

Vermischtes
Ebermannsdorf
19.05.2016
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Pittersberg. "Ständige Schmerzen - ein Schicksal?" Kirchenmusikerin Maria Boßle aus Sulzbach-Rosenberg kennt sich aus mit diesem Thema: Seit ihrem zwölften Lebensjahr ist sie von Schmerzen geplagt. Über ihre Erfahrungen berichtete sie den Pittersberger Senioren im Pfarrsaal. Ärzte attestierten Maria Boßle, dass ihre Schmerzen auf einen Gen-Schaden zurückzuführen sind. 15 Millionen Menschen in Deutschland, gehe es genauso oder ähnlich wie ihr.

Mittlerweile sei sie insgesamt 31 Mal operiert worden, berichtete die Referentin - eine entscheidende Wende habe ihr dies aber nicht gebracht. Sie empfiehlt anderen Betroffenen, sich nicht zu schämen, Hilfsmittel wie Rollstuhl oder Rollator zu nutzen. Schmerzen hätten eine Warnfunktion, betonte Boßle: Medikamente dagegen, über einen längeren Zeitraum eingenommen, gingen auch auf die Organe. Sie riet zu Naturheilmitteln, wenn damit Aussicht auf Erfolg bestehe. Die 55-Jährige verhehlte nicht, dass der Lebenspartner eine wichtige Rolle für den Schmerzpatienten spiele: Ein "in den Arm Nehmen", das sich "Interessieren für den anderen" bewirkten viel.

Boßle selbst half am meisten "ihre" Selbsthilfegruppe in Sulzbach-Rosenberg, wie sie sagte: Gemeinsamkeit mache stark. Auch müsse man dem Arzt die Zeit geben, das richtige Medikament zu finden. Falsche Ernährung verursache noch mehr Probleme. Gemüse und basische Ernährung könnten zur Linderung beitragen. Schließlich ist für die Referentin auch der Glaube wichtig - und Humor helfe, den Lebensmut nicht zu verlieren. Den zeigte sie, indem die Musikerin ihre Krücke als Flöte zweckentfremdete und ein Lied anstimmte. Ihr Rat: Die Krankheit akzeptieren, dadurch weniger Kraft verbrauchen und wissen, dass Gott, die Musik und der Humor helfen.
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