Pause auf der gehsteig-Baustelle
Ein Kanal, den keiner kannte

Bürgermeister Josef Gilch, Claudia Scharnagl,Geschäftsführerin des Ingenieur-Büro Seuß, Marcel Marschall, Bauleiter der Gebrüder Rubenbauer und Erhard Obendorfer, Bauleiter bei Seuß-Ingenieure (von links), informierten bei einem Ortstermin über die laufenden Arbeiten am neuen Gehweg entlang der Haupstraße. Bild: wec
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Ebermannsdorf
17.08.2016
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Einige Jahre lang wurde der Plan immer wieder in die Schublade zurückgelegt: Es gab andere, wichtigerer Projekte in Ebermannsdorf. Jetzt wird er gebaut, der Gehweg an der Ortsdurchfahrt. Doch auch das dauert länger als ursprünglich geplant.

Es ist ein Lückenschluss entlang der Hauptstraße. Hier kam es hier immer wieder zu gefährlichen Situationen, wenn Fußgänger, die am Bankett entlang die Kreisstraße AS 23 von der Dorfmitte aus nach oben Richtung Schule oder zum Radweg nach Lengenfeld gingen: Vor dem Fahrzeugverkehr mussten sich Passanten hier zuweilen mit einem Sprung Richtung Böschung in Sicherheit bringen. Jetzt bekommen sie hier einen Gehweg, zwischen

Erzweg und Von-Loefen-Straße. Das Ingenieurbüro Seuß aus Amberg hat die Planung übernommen, den Zuschlag für die Ausführung erhielt die Baufirma Rubenbauer aus Kümmersbruck. Bei einem Ortstermin mit allen Beteiligten erklärte Bürgermeister Josef Gilch jetzt unter anderem die Gründe für die Verzögerungen in der Umsetzung.

Wie aus dem Nichts


Die schlechte Witterung war ein Problem. Der Hauptgrund war laut Gilch jedoch ein Kanal, der wie aus dem Nichts im Straßengraben aufgetaucht ist: Er war in keinem Bestands- oder anderem Plan verzeichnet. Nach den Worten des Bürgermeisters war daraufhin erst einmal detektivischer Feinarbeit gefordert, um seinen Nutzen zu klären.

Man habe schließlich herausgefunden, dass dieser Kanal vor ungefähr 30 Jahren zur Entwässerung des damaligen Tennisheims dicht unter der Grasnarbe verlegt worden war. Das geschah also bereits lange bevor das daran anschließende Baugebiet Erzweg Wirklichkeit wurde.

Gilch hätte die Fertigstellung des neuen Gehwegs gern bis zum Beginn des neuen Schuljahrs geschafft. Aber er gönnt auch den beteiligten Bauarbeitern ihren Urlaub. So ruht die Baustelle jetzt erst einmal zwei Wochen lang. Der Weg wird dann voraussichtlich Ende Oktober fertig sein. Auf dem künftig zwei Meter breiten Trottoir muss dann niemand mehr auf die Straße ausweichen - auch wenn sich hier zwei Kinderwägen begegnen.

Auch ein neuer Überweg


Zudem wird der Fußgängerüberweg in Richtung Bergstraße und Schule gleich behindertengerecht angelegt. Zusammen mit einem neuen Gehweganschluss auf der Schulseite, der später realisiert werden soll, soll damit ein zusätzliches, sicheres Überqueren der Hauptstraße ermöglicht werden. Die große Hinweistafel mit dem Ortsplan wird bei dieser Gelegenheit auf die andere Straßenseite versetzt. Hier findet dann jeder, der ins Dorf hereinkommt, gleich alle notwendigen Informationen - und zwar auf der richtigen Straßenseite.
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