Riesenbärenklau breitet sich aus
Kampf gegen den Herkules

Arthur Wiesmet (Mitte), Fachmann für Landschaftspflege vom Landratsamt, zeigte den beiden Ebermannsdorfer Bauhof-Mitarbeitern Jens Radler (links) und Manfred Schneider (rechts), wie man den Riesen-Bärenklau langfristig entfernen kann. Bild: aps
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Ebermannsdorf
15.06.2016
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Das Ungetüm vermehrt sich mit einer bedrohlichen Geschwindigkeit im ganzen Landkreis: Der Riesenbärenklau ist nicht nur giftig, er verdrängt auch andere, heimische Pflanzen. Bürgermeister Josef Gilch hat deshalb diesem Gewächs den Kampf angesagt

"Gemeinsam gegen den Riesenbärenklau" lautet die Devise. Der Feind ist auch unter dem Namen Herkulesstaude bekannt - nicht zu Unrecht, denn es ist nicht einfach, dieses Gewächs loszuwerden. Zur Verstärkung hat sich der Ebermannsdorfer Gemeindechef deshalb fachkundige Unterstützung geholt: Er hat für diese Mission seinen Bauhofmitarbeitern Manfred Schneider und Jens Radler den Kreisfachberater Gartenbau und Landschaftspflege Arthur Wiesmet aus dem Landratsamt zur Seite gestellt.

"Die Staude mit den dicken, spitz zulaufenden Blättern hat bereits einige Standorte im Gemeindegebiet, vor allem in Wald und Wiesen, erobert", informiert die Gemeinde in einer Pressemitteilung. Der Riesenbärenklau blühe von Juni bis August und breite sich rasend schnell aus: "Ziel der Bekämpfung ist der Erhalt der biologischen Vielfalt in der Region, da der Riesenbärenklau die heimischen Pflanzen zu verdrängen versucht. Sind die Standorte der Problempflanzen erst einmal entdeckt, fängt die meist langwierige und aufwendige manuelle Bekämpfung an."

Über Jahre hinweg müssten die Wurzelknollen regelmäßig und mit größter Sorgfalt ausgestochen werden: "Meist befinden sich bereits ausgiebige Samendepots im Erdreich, welche noch nach vielen Jahren zum Keimen gelangen können."

"Die Staude stellt vor allem für Kinder, die die Pflanze nicht kennen und damit spielen, eine große Gefahr dar", betont Gilch. Der Saft sei das Gefährliche an dieser Pflanze: Im Sonnenlicht entfalte er seine fototoxische Wirkung - und verursache starke Verbrennungen mit großen Blasen. Die Heilung sei langwierig, zurück blieben hässliche Narben.

Im BlickpunktBürgermeister Josef Gilch findet es besonders wichtig, der Verbreitung des gefährlichen Riesenbärenklaus Einhalt zu gebieten, indem die Stauden nicht nur auf den Grundstücken der Gemeinde beseitigt werden sondern auch auf Privatflächen.

Eltern sollten ihre Kinder auf diese Pflanze aufmerksam machen, damit es nicht zum folgenschweren Kontakt kommt. "Alle Bürger werden gebeten, mitzuteilen, wo sie den Riesen-Bärenklau im Gemeindegebiet entdeckt haben", lautet Gilchs Appell. Möglich ist dies unter 09624/9 20 30. (aps)
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