Breitband bald auch für Industriegebiet
Internet-Power für Schafhof

Das Industriegebiet Schafhof ist noch nicht mit schnellem Internet versorgt. Der Ebermannsdorfer Gemeinderat klemmt sich nun dahinter. Bild: Hartl
Wirtschaft
Ebermannsdorf
03.01.2016
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Josef Gilch. Bild: Huber

Ebermannsdorf surft bereits auf der Breitbandwelle, Pittersberg auch - jetzt fehlt nur noch das Industriegebiet Schafhof. Der Gemeinderat drückt bei der Erschließung nun aufs Tempo.

Intensiv setzte sich das Gremium bei der letzten Sitzung des Jahres 2015 mit dem Breitbandausbau auseinander. Um über den aktuellen Stand Auskunft zu geben, hatte Bürgermeister Josef Gilch Andreas Meder vom Büro IKT aus Regensburg eingeladen. Meder berichtete, dass die Markterkundung durchgeführt sei und die Gemeinde nun die Erschließung der letzten weißen Flecken ausschreiben könne. Der Hauptort Ebermannsdorf sei durch Kabel Deutschland ausreichend versorgt.

860 000 Euro Fördergeld


Für den Ort Pittersberg habe die Firma Jobst den eigenwirtschaftlichen Ausbau durchgeführt. Als unzureichend erschlossen gelten deshalb nur noch die Industriegebiete Schafhof I und II sowie die Orte Diebis und Ipflheim. Dazu kommen Breitenbrunn, Au, Herflucht und Frauenlohe. Meder schlug vor, die Ausschreibung für diese Bereiche in zwei Losen vorzunehmen. Für die Gemeinde stünden maximal 860 000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Über die Art und Weise der Ausschreibung muss der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen entscheiden. Die Jugendlichen der Gemeinde haben sich in zwei vorangegangenen Treffen unter der Leitung des Jugendbeauftragten und 3. Bürgermeisters Erich Meidinger über die Gründung eines Jugendgemeinderats ausgetauscht. Bürgermeister Josef Gilch bat den Gemeinderat nun um eine Grundsatzentscheidung über die Bildung eines Jugendgemeinderats.

In der Diskussion stellte sich heraus, dass einigen Räten der Begriff Jugendgemeinderat zu weit gehe. Als alternative Bezeichnung wurde Jugendbeirat vorgeschlagen. Auch über eine finanzielle Ausstattung konnten sich die Räte noch nicht endgültig einigen. Die Jugendlichen wollen noch eine Satzung ausarbeiten und sie dem Gemeinderat vorlegen. Der Gemeinderat beschloss, dass die Jugendlichen mit der Erarbeitung eines Konzepts weitermachen und diese wieder dem Gemeinderat vorlegen sollen. Die Mitglieder der Freien Wähler sprachen sich dagegen aus.

"Wie soll die Verwaltung bei umgestürzten Bäumen auf Straßen verfahren, die von der Feuerwehr beseitigt werden?" Darüber wollte Bürgermeister Gilch ebenfalls eine Grundsatzentscheidung. Das Feuerwehrgesetz sehe dafür einen Kostenersatz vor. Die Waldbesitzer berufen sich auf die Billigkeitsregelung.

Gilch berichtete, dass nur eine der von ihm befragten Gemeinden Kostenersatz verlangen. Die Räte entschieden, dass grundsätzlich kein Kostenersatz erhoben werde. Der Beschluss gilt zunächst bis zum Ablauf der Legislaturperiode und nicht für Waldbesitzer, die bereits auf Problembäume hingewiesen wurden.

Warten auf die Neue MitteAm Ende der Jahresabschlusssitzung dankte Bürgermeister Josef Gilch den ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde. 2015 sei viel erreicht worden, sagte der Rathauschef. Das Regenüberlaufbecken sei saniert und mit einer Selbstreinigungsanlage versehen worden. Auch die Renovierung des Bauhofs sei angegangen worden, die Restarbeiten sollen heuer abgeschlossen werden. Für den Klärwärter und den Wasserwart wurden zwei neue Fahrzeuge beschafft.

Im Baugebiet Sonnenfeld sind nun alle Bauplätze verkauft. Auch für Pittersberg ist die Nachfrage sehr rege. Die Gemeinde sei bestrebt, die Parzellen für ortsansässige junge Leute zur Verfügung zu stellen, erklärte Gilch. Gleichwohl beschäftige sich die Kommune mit der Ausweisung eines neuen Baugebietes. Für das Industriegebiet Schafhof-Ost sei nach fast sechs Jahren endlich der Bebauungsplan in Kraft gesetzt worden. Die Bayerischen Staatsforsten haben einen Teil der Fläche bereits gerodet. Der Grundstückskauf verzögere sich noch, da der Eigentümer Immobilien Freistaat Bayern mit der Flüchtlingsunterbringung beschäftigt sei. Die Gemeinde habe zudem weitere landwirtschaftliche Flächen als Tauschmöglichkeiten erworben.

Für das Jahr 2016 soll die Verlängerung des Gehwegs entlang der Hauptstraße bis zum Erzweg angegangen werden. Mit dem Amt für ländliche Entwicklung sei vereinbart, dass ab 2016 mit einer Förderung für die Dorferneuerung gerechnet werden und damit auch die Neue Mitte realisiert werden kann. Wenn es die finanziellen Verhältnisse zulassen, soll Schritt für Schritt die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt werden. (ac)
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