Ebnather Ortsteil Hölzlashof feiert 850-jähriges Bestehen
Eine lange Geschichte

Damit die Feierlichkeiten auch entsprechend geplant werden können, trifft sich der Festausschuss regelmäßig zu Sitzungen. In die Hände spucken (von links) Hans Enders, Josef und Sophia Käs, Gemeinderätin Antonia Ritter, Bürgermeister Manfred Kratzer, Ingrid Hausmann, Alexandra Siller und Leo Zink. Bild: soj
Kultur
Ebnath
16.04.2015
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Am Sonntag, 14. Juni, feiert der Ebnather Ortsteil Hölzlashof sein 850-jähriges Bestehen. Die Festlichkeit soll in einem gebührenden Rahmen stattfinden.

Los geht es um 9 Uhr mit einem Festgottesdienst und der Segnung des Gedenksteins durch Pater Anish George und Dompfarrer Harald Scharf. Ab 11.30 Uhr können die sich Besucher das Mittagessen schmecken lassen. Nachmittags gibt es viele Schmankerln sowie Kaffee und Kuchen. Auf die Kinder wartet ein attraktives Kinderprogramm mit Kinderschminken und einer Hüpfburg.

Im Traditionskodex

Die erste urkundliche Erwähnung findet sich im Traditionskodex des Klosters Reichenbach von 1165. Ein Eintrag in diesem Buch, "Predium, quod cicitur Hezelisruth", bezeugt nämlich, "dass durch den Sohn des nordgauischen Markgrafen Diepold III., dem jungen Diepold (Theobaldus junior marchio), um 1165 ein Gutsbezirk (predium) dem Kloster Reichenbach übereignet worden ist, der Hezelisruht genannt war". Der urkundliche Ausdruck "predium" bedeutet in dieser Gegend zu jener Zeit mehr als nur ein einzelnes Landgut.

Nach einer These von Dr. Bernd Thieser aus Brand ist also der Hof beziehungsweise die Siedlung "Hezelisruht" die Keimzelle der Besiedlung des oberen Fichtelnaabtals. Diese These stützt nicht nur die Nennung des "prediums" von 1165, somit die erste namentliche Nennung einer Siedlung im sogenannten "Otnant- Gebiet" von 1061, sondern auch die dargestellte, geradezu "idealtypische" Siedlungslage. Eine Sonderrolle nahm Hölzlashof auch nach der Trennung von Ebnath, spätestens im 14. Jahrhundert ein. Mit seiner "verrainten und verstainten Flur" gelangte es nie in den Besitz der Ebnather Herrschaft. Diese Ausführungen lassen den Schluss zu, dass der "Lokator Hezilo" seinen Hof hier einrichtete. Ein befestigter Sitz lässt sich noch nicht nachweisen. Die Erfahrung zeigt aber, dass das Auftreten eines Ortsadels nicht an die Existenz einer Burg gebunden sein muss.

Späte Entscheidung

Die heute übliche Schreibweise "Hölzlashof" findet sich zuerst im "Nothaftischen Lehensbuch" von 1360: "Heczelßhoff pey Ebennd get ze lehen mit allem czugehor." Lange Zeit gehörte der Ort Hölzlashof zur Gemeinde Oberwappenöst. Erst im Jahre 1926 fällte das Bezirksamt Kemnath als beauftragte Behörde folgende Entscheidung: "Zur Abtrennung des Ortes von Hölzlashof von der Gemeinde Oberwappenöst und Zuteilung zur Gemeinde Ebnath bestimmt ein dringendes öffentliches Bedürfnis".

Begründet wurde der Beschluss mit der weiten Entfernung von Oberwappenöst, der schlechten Verbindungen dorthin und der engen Beziehungen zu Ebnath.
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