Blick um die Ecke

Lokales
Ebnath
08.10.2014
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Der Gemeinderat entlastet den Geldbeutel der Ebnather, sorgt sich um deren Verkehrssicherheit und protestiert gegen die geplante Gleichstrompassage. Auch wenn der Protestballon aus Kostengründen nicht zum Einsatz kommt.

Für die Bürger soll es wegen einer Gesetzesänderung bei der Kalkulation der Abwasser- und Friedhofsgebühren keine zusätzlichen finanziellen Belastungen geben. Darüber waren sich die Gemeinderäte einig. Den Kommunen steht es frei, bei der Kalkulation nicht mehr von den Anschaffungs- und Herstellungskosten, sondern alternativ von den Wiederbeschaffungszeitwerten abzuschreiben, um so finanzielle Reserven für künftige Investitionen zu bilden.

125 Euro mehr

Laut Verwaltungsunterlagen hätte dies eine Erhöhung der Abwassergebühr von 0,51 Euro pro Kubikmeter Abwasser zur Folge. Ebenso wären die Grabgebühren deutlich gestiegen.

Für ein Familiengrab mit Tieferlegung hätte dies bei einer 15-jährigen Ruhefristverlängerung eine zusätzliche Erhöhung von 124,50 Euro bedeutet.

Einstimmung beschlossen die Gemeinderäte, von einer einmaligen Aktion mit einem Protestballon gegen die geplante Stromtrasse abzusehen. Laut Bürgermeister Manfred Kratzer sei ein Ausleihen nicht möglich. Deshalb müsste der Ballon gekauft werden. Die Kosten für die Anschaffung und das Helium wollten die Räte einsparen. Außerdem verwiesen sie darauf, dass die Gemeinde mit mehreren Transparenten ihre Abneigung gegen die geplante Stromtrasse bereits gezeigt habe.

Einer formellen Änderung der Stundungsrichtlinien der Gemeinde Ebnath stimmte das Gremium geschlossen zu. In einer der vorangegangenen Sitzungen wurde über die vorzeitige Ablösung diverser Darlehen beraten. Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob bei einer Anschlussfinanzierung durch günstigere Zinssätze Kosten gespart werden könnten. Diese Prüfung ergab, dass bei einer vorzeitigen Ablösung der fünf Darlehen bei der Münchener Hypothekenbank eine Vorfälligkeitsentschädigung von zusammen 141 600 Euro zu zahlen sei. Aufgrund dieser hohen Kosten beschlossen die Räte einstimmig, eine vorzeitige Ablösung zurzeit nicht weiter zu verfolgen.

Kratzer lud die Gemeinderäte abschließend zu einem Fortbildungslehrgang nach Fürstenfeldbruck ein, der vom 9. bis 13. März 2015 stattfindet. Fahrt, Übernachtung und Verpflegung seien frei.
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