Ebnather Gemeinderat kümmert sich um neue Gebührenkalkulation - Leichenhaus pro Tag abrechnen
Sterben könnte billiger werden

Lokales
Ebnath
07.12.2015
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Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die neue Gebührenbedarfsberechnung für die Abwasseranlage beschlossen. Demnach sinkt die Gebühr geringfügig von bisher 2,76 Euro auf 2,74 Euro pro Kubikmeter Abwasser. Einige Gründe dafür sind die Absenkung der kalkulatorischen Zinsen von bisher 5,6 Prozent auf neu 3,8 Prozent und die Einbeziehung einer Kostenüberdeckung aus dem Jahr 2014, entstanden durch Einsparungen bei den Lohnkosten und aufgrund einer Strompreissenkung um circa 4000 Euro.

Bei der vorläufigen Ermittlung für 2015 wurde bei den laufenden Kosten bereits ein Betrag von 17 000 Euro für die Kamerabefahrung in verschiedenen Kanälen angesetzt. Der anschließende Erlass einer Satzung war dann nur reine Formsache. Nach längerer Diskussion quer durch alle Fraktionen wurde schließlich auch eine neue Gebührenbedarfsberechnung für den Friedhof mit Leichenhaus in der Gemeinde Ebnath ohne Gegenstimmen beschlossen. Demnach können die Preise für alle Grabarten leicht gesenkt werden.

Urne sechs Cent mehr

Ab kommendem Jahr fallen für den Gebührenkalkulationszeitraum 2016 bis 2019 folgende jährliche Grabgebühren an: Urnengrab 9,30 Euro (bisher 9,84), Reihengrab einfache Tiefe 21,39 Euro (22,63), Familiengrab mit Tieferlegung 63,24 Euro (66,91), dreistelliges Grab mit Tieferlegung 94,86 Euro (100,37). Auch hier wurde bei der Berechnung der kalkulatorische Zinssatz von 5,6 Prozent auf 3,8 Prozent gesenkt. Einberechnet wurden die Kostenunterdeckungen aus den letzten vier Jahren in Höhe von 17 958,23 Euro und die Unterdeckung für 2015 in Höhe von 5602 Euro. Außerdem wurden in die Kalkulation die Errichtung eines Urnengrabes und die Sanierung der Friedhofsmauer mit aufgenommen.

Bei der Berechnung der Leichenhausgebühr wurde eine Änderung vorgenommen. Bisher wurde für die Benutzung des Leichenhauses eine Gebühr von 100 Euro pro Sterbefall berechnet. Bei der Kalkulation der Gebühren für das Leichenhaus sollen die Kosten nach der Anzahl der Benutzungstage berechnet werden. Einstimmig waren sich die Räte mit Bürgermeister Manfred Kratzer einig, dass eine Angleichung an die jetzige Rechtssituation unausweichlich sei. Deshalb beschlossen sie, dass die neue Benutzungsgebühr für das Leichenhaus nicht mehr wie bisher je Sterbefall 100 Euro kostet, sondern künftig pro Benutzungstag 61 Euro. Die neuen Gebühren wurden in einer neuen Satzung festgeschrieben.

Erst Mitte 2016

Bernd Kuhbandner wollte wissen, ob die neue Gebührenberechnung in einer neuen Straßenausbausatzung auch für die Gemeinde Ebnath zutreffe. Bürgermeister Manfred Kratzer erklärte, dass die geplante Gesetzesänderung erst Mitte nächsten Jahres in Kraft treten werde. Dann müsse diese geprüft werden.
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