Förderung für Schule sicher

Der Erhalt des Schulhauses und die damit verbundene Sanierung für die Sicherung des Schulstandortes Ebnath ist laut Bürgermeister Manfred Kratzer unabweisbar. Bild: soj
Lokales
Ebnath
12.08.2015
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Der Gemeinderat hatte sich für die Sitzung viele Punkte auf die Tagesordnung geschrieben. Manches Gremiumsmitglied machte sich da Sorgen um die hohen Ausgaben.

Das Büro Corwese GmbH hatte vom Gemeinderat den Auftrag bekommen, die Breitbanderschließung und die Breitbandversorgung der einzelnen Ortsteile zu prüfen. Vor allem Häuser beim Zeckenberg, in Grünlas, in einigen Straßenzügen in Ebnath sowie in Hermannsreuth, Hölzlashof und Selingau sind noch mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgt.

Die Kosten würden sich auf rund 541 330 Euro belaufen. Die Gemeinde würde einen 90-prozentigen Zuschuss vom Freistaat erhalten und müsste noch etwa 54 133 Euro zahlen. Damit hätten alle Haushalte mindestens eine DSL-Breitbandversorgung von 30 Mbit/s. Der Gemeinderat entscheidet in einer der nächsten Sitzungen über den Ausbau.

Gespräch mit Bezirk

Das Schulhaus in Ebnath ist renovierungsbedürftig. Das ergab zum einen die Revisionsbesichtigung der kommunalen Unfallversicherung Bayerns. Zum anderen hatte das Architekturbüro Rembeck aus Erbendorf den Auftrag erhalten, eine wirtschaftliche Vergleichsberechnung vorzulegen, aus der zu sehen ist, welche Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten bis 2020 als dringend angesehen werden. Architektin Helga Rembeck stellte ihr Konzept vor. Die Dringlichkeit der Sanierungsarbeiten sei unabweisbar.

Vor allem an die Modernisierung der Deckendämmung sowie die Erneuerung der Altverglasungen, der Heizungsanlage, der Beleuchtung, der sanitären Anlagen und der Brandschutzabschlüsse müsse gedacht werden. Aber auch funkvernetzte Rauchmelder seien nötig. Mit dem Austausch von Bodenbelägen, teilweiser Erneuerung der Einrichtung, Neugestaltung des Pausenhofs und Baunebenkosten beläuft sich die Sanierung auf rund zwei Millionen Euro. Auf der Basis der Unterlagen gab es im Juli einen Termin bei der Regierung der Oberpfalz, an dem unter anderem Bürgermeister Manfred Kratzer, Architektin Rembeck und Achim Scherm von der VG Neusorg teilnahmen. Die Regierung unterstützt die Schulsanierung.

Zu beachten ist die erhebliche Förderung der Regierung von etwa 70 Prozent. Das entspricht einem Zuschuss von 1 400 000 Euro. Laut Kratzer sei das und die damit verbundene Sanierung für die Sicherung des Schulstandorts Ebnath wichtig, ebenso für die Attraktivität und Zukunft einer lebenswerten Gemeinde. Zu berücksichtigen sei auch, dass nach einer Sanierung Kosten gespart werden könnten. Außerdem seien wirtschaftliche Aspekte und Arbeitsplätze von besonderer Bedeutung. In der Septembersitzung soll darüber abgestimmt werden.

Aufstellung der Ausgaben

Beschlossen hatte der Gemeinderat ein Gemeindeblatt ab 2016. Katrin Kohl von der Firma Catzz-Design aus Lochau erklärte die Möglichkeiten. Bernd Kuhbandner (AWE) sprach das Unkraut im Mittelweg des Friedhofs und auf freien Plätzen an. Außerdem sollten weitere Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Weiter machte er auf das Problem freilaufender Hunde im Gemeindebereich trotz Leinenpflicht aufmerksam. Auf Nachfrage zu geplanten baulichen Veränderungen im Freibad Selingau erklärte der Bürgermeister, dass er bereits einen fertigen Plan vorliegen habe. Er warte auf Antwort zum Zuschuss vom Amt für Ländliche Entwicklung. Die Kosten werden auf 275 000 Euro geschätzt.

Bernd Würstl (CSU) wies auf die Gefahr durch Bäume im Außenbereich des Friedhofs hin. Wurzeln könnten Teile der Friedhofsmauer beschädigen. Fraktionskollege Siegfried Weiß bat Kratzer um eine Kostenaufstellung für die in nächster Zeit beabsichtigten Maßnahmen. Diese würden erhebliche Ausgaben bedeuten.
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