Gemeinderat Ebnath verabschiedet einmütig den Haushalt - Gesamtvolumen von 1,88 Millionen Euro
Wirtschaftlich und sparsam

Lokales
Ebnath
09.03.2015
1
0
Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte von CSU, SPD und AWE den Haushaltsplan der Kommune für 2015. Das Zahlenwerk war vom Finanzausschuss des Gemeinderats in einer mehrstündigen Sitzung vorberaten und entsprechend abgeändert worden.

Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit einem Betrag von 1 880 577 Euro. Die Zuführung vom Vermögenshaushalt beträgt 168 518 Euro. Nach Abzug der ordentlichen Tilgung von 81 580 Euro errechnet sich für 2015 eine freie Finanzspanne von 86 938 Euro. Auf der Einnahmenseite errechnet sich beispielsweise bei den Schlüsselzuweisungen eine Steigerung um 25 452 Euro auf 554 816 Euro.

Ferner wurde die Einkommensteuerbeteiligung von 475 000 Euro auf 480 000 Euro erhöht. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Kommune die im Rahmen der Haushaltskonsolidierung geforderte Anhebung der Hebesätze für die Grundsteuer voll erfüllt hat. Diese Erhöhung bedeutet eine Mehreinnahme von circa 6800 Euro für die Gemeinde.

Höhere Ausgaben

Allerdings mussten auch Mehraufwendungen verzeichnet werden. Beispielsweise erhöht sich die Schulverbandsumlage um 12 795 auf 120 195 Euro. Ferner erhöht sich die Belastung für den katholischen Kindergarten von bisher 96 549 Euro auf 125 115 Euro. Außerdem wurde der Ansatz für Straßenunterhalt um 20 000 Euro auf 50 000 Euro erhöht.

Dagegen ergibt sich bei der Kreisumlage mit 452 705 Euro keine nennenswerte Veränderung zum Vorjahr. Der Vermögenshaushalt 2015 schließt mit 477 915 Euro. In dieser Summe enthalten sind zum Beispiel Planungsleistungen für die Sanierung des Schulgebäudes von 18 000 Euro. Zusätzlich sind jeweils 10 000 Euro für die Erstellung einer Grobanalyse im Rahmen der Städtebauförderung und für die Errichtung eines Kioskgebäudes im Freibad Selingau vorgesehen. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik schlägt mit 11 000 Euro zu Buche. Darüber hinaus wurden Tilgungsleistungen von zusammen 207 580 Euro veranschlagt. Anteilig davon sind für die vorzeitige Ablösung eines KfW-Darlehens sowie für Sondertilgungen eines weiteren KfW-Darlehens und an die Raiffeisenbank Ausgaben von zusammen 126 000 Euro vorgesehen.

Neue Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Zum 31. Dezember 2015 wird ein neuer Schuldenstand von 1 319 695,44 Euro erwartet. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1015,93 Euro. Die durchschnittliche Verschuldung für vergleichbare Gemeinden beträgt 711 Euro pro Einwohner. Bürgermeister Manfred Kratzer erklärte, dass die Gemeinde mit diesem Haushalt auf dem richtigen Weg sei. Der Weg der Konsolidierung müsse in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. Er dankte den Ausschussmitgliedern für die Vorberatung sowie Kämmerer Josef Regner für das ausführliche Zahlenwerk. Gemeinderat Walter Fischbach (CSU) berichtete von einer angenehmen Atmosphäre bei den Vorberatungen im Hauptausschuss.

"Gutes Konzept"

Der Haushalt wurde auf Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit geprüft. Gemeinderat Bernd Kuhbandner (AWE) schloss sich diesen Ausführungen. Er begrüßte ebenfalls, dass der gesamte Gemeinderat hinter dem Zahlenwerk stehe. Es sei ein gutes Konzept für die Gemeinde, ohne sich dabei totzusparen. Gemeinderat Reinhardt Müller (SPD) sah es für die Arbeit des Gemeinderats positiv, dass bei den Vorberatungen und bei der Verabschiedung des Haushalts große Gemeinsamkeit bestanden und dass es keinen Schlagabtausch gegeben habe.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.