Grenzenlose Hilfe

In Ebnath probten Feuerwehrler aus den Landkreisen Bayreuth, Wunsiedel und Tirschenreuth den Ernstfall. 110 Löschkräfte bekämpften am landwirtschaftlichen Anwesen von Josef Philipp in Grünlas einen "Großbrand". Bild: soj
Lokales
Ebnath
04.10.2014
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Feuerwehren kennen keine Landkreisgrenzen. Das bewiesen sechs Löschteams einmal mehr bei der jährlichen Drei-Länder-Übung in Ebnath.

Die Wehren Mehlmeisel, Unterlind, Nagel, Brand und Fuhrmannsreuth aus den Landkreisen Bayreuth, Wunsiedel und Tirschenreuth (drei Länder) waren zu ihrer jährlichen Gemeinschaftsübung in Ebnath zu Gast.

Hand in Hand

Die Alarmierung führte sie zu dem landwirtschaftlichen Anwesen von Josef Philipp in Grünlas. Sollte der Ernstfall in diesem sogenannten "Drei-Länder-Eck" eintreten, vereinen diese Feuerwehren ihre Kräfte, um Schlimmeres zu verhindern. Deshalb arbeiten die Rothelme dieser Schutzgebiete seit geraumer Zeit Hand in Hand zusammen. Ob in regelmäßig stattfindenden Großschadensübungen oder bei Besprechungen der Führungsmannschaft zu aktuellen Feuerwehrthemen.

Dieses Jahr war die Feuerwehr Ebnath an der Reihe, die Gemeinschaftsübung auszurichten. Das Übungsobjekt war schnell gefunden, und auch der Besitzer Josef Philipp war von Anfang an mit vollem Eifer dabei.

Um 18.35 Uhr heulten die Sirenen: "Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens, Wohnhaus in Gefahr". Das Schadensszenario simulierte einen Stallungsbrand direkt neben dem Wohnhaus. Zusätzlich geriet ein weiteres Gebäude in Mitleidenschaft, in dem sich neun Personen und Gefahrgut befanden. Die Einsatzleitung lag beim Ebnather Kommandant Gerhard Horn.

Einsatzaufträge verteilt

Dieser verteilte unter anderem die Einsatzabschnitte "Brand" an die Wehren Ebnath und Unterlind, den Abschnitt "lange Wasserförderung" an Fuhrmannsreuth, Mehlmeisel und Unterlind und den Abschnitt "Gerätehalle" an die Mannschaften von Nagel und Brand.

Innerhalb von zwei Stunden war das Szenario abgearbeitet. Insgesamt wurden 800 Meter B-Leitung verlegt, über 35 000 Liter Wasser beförderten die Pumpen zur Einsatzstelle. Feuerwehrmänner mit schwerem Atemschutz befreiten die "verunglückten" Personen, Kameraden übernahmen die Betreuung der "Verletzten". Im Anschluss trafen sich die 110 Einsatzkräfte im Gerätehaus Ebnath zu Nachbesprechung und Brotzeit. Mit dabei waren Bürgermeister Manfred Kratzer (Ebnath), Bürgermeister Ludwig König (Brand), zweiter Bürgermeister Franz Scharl (Mehlmeisel), dritter Bürgermeister Hans Schindler (Nagel), Kreisbrandinspektor Roland Renner (Landkreis Wunsiedel), Kreisbrandmeister Roland Kaiser (Landkreis Wunsiedel) und Kreisbrandmeister Peter Prechtl (Landkreis Tirschenreuth).

Die Verantwortlichen der Wehren dankten den Bürgermeistern für die Übernahme der Brotzeitkosten sowie allen Helfern, die diese Übung möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank galt Josef Philipp, der diese Großübung auf seinem Gelände abhalten ließ.
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