Keineswegs am Boden

Stolz präsentierten CSU-Gemeinderäte beim Jahresabschluss das angeschaffte Geschwindigkeitsmessgerät, das die Sicherheit auf Ebnaths Straßen erhöhen soll (von links): Siegfried Weiß, Walter Fischbach, Vorsitzender Josef Söllner, Antonia Ritter und Bernd Würstl. Bild: soj
Lokales
Ebnath
09.01.2015
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Für die CSU Ebnath war 2014 kein gutes Jahr. Drei verlorene Gemeinderatsmandate und auch noch der Verlust des Bürgermeistersessels sprechen für sich. Vorsitzender Josef Söllner zeigte auf, wie die Christsozialen wieder vorankommen wollen.

Beim traditionellen Jahresausklang des CSU-Ortsverbandes im Gasthof Krone erklärte Söllner, alle Fakten müssten bei einem Rückblick angesprochen werden. Fakt sei, dass die CSU Ebnath bei der Kommunalwahl drei Gemeinderatsmandate und das Amt des Bürgermeisters verloren habe. Fakt sei aber auch, dass die Bürger der CSU 54 Prozent der Stimmen gegeben haben.

Nun gebe es zwei Möglichkeiten, nämlich entweder Schuldige suchen und sich selbst bemitleiden oder die durch die Wahl gegebenen Tatsachen annehmen und nach vorne schauen. "Ist die Ebnather CSU also am Boden?" Diese Frage warf der Ortsvorsitzende auf. Das sei nach Worten von Josef Söllner nicht der Fall. Denn Tatsachen sprächen eine andere Sprache. Denn die CSU erhielt mehr als die Hälfte aller Stimmen bei der Gemeinderatswahl.

Und mit Antonia Ritter schaffte wieder eine junge Nachwuchskraft aus der Jungen Union den direkten Einzug ins Gemeindeparlament, was für die Zukunft hoffen lasse. Zudem seien mit Walter Fischbach, Michael Sticht und Bernd Würstl drei Neue im Gemeinderat vertreten. Mit Siegfried Weiß und Josef Söllner bringe die CSU neben Engagement auch Erfahrung ein. Der Ebnather Ortsverband stelle mit 115 Mitgliedern den stärksten Ortsverband im Landkreis, orientiert an der Einwohnerzahl.

"Wir brauchen uns also nicht zu verstecken. Lasst uns diskutieren und über Fehler auch mal streiten. Am Ende lasst uns aber zusammenhalten und das tun, wofür uns die Ebnather auch gewählt haben, nämlich das Beste für unsere Heimat zu geben", sagte ein kämpferischer Ortsvorsitzender. Nicht mit Polemik und falschen Parolen, sondern mit offener und ehrlicher Arbeit wolle man darum kämpfen, dass die CSU in Ebnath wieder die bestimmende Kraft werden wird. Auf den politischen Gegner einschlagen sei nicht seine Art von Gemeindepolitik, sondern die sachliche Auseinandersetzung.

Bevor es zum gemütlichen Teil mit gemeinsamem Essen überging - umrahmt von der Musikgruppe BaHoPas - sprach Josef Söllner vielen Mitstreitern Dank für die geleistete Arbeit aus. Für die in wenigen Monaten anstehenden Neuwahlen im Ortsverband sprach er den Wunsch aus, dass sich wieder zahlreiche Mitglieder bereiterklären sollten, im Vorstand mitzuarbeiten.

Sein Dank galt auch seinen CSU-Fraktionskollegen im Gemeinderat, die es zusammen möglich gemacht haben, ein neues Geschwindigkeitsmessgerät mit Datenerfassung anzuschaffen. Dieses Messgerät soll zusammen mit der Gemeinde in den Straßen aufgestellt werden und dazu beitragen, die Sicherheit für alle Bürger zu erhöhen. Das Gerät habe 2400 Euro gekostet. Für die Gemeinde und den CSU-Ortsverband seien aber keinerlei Kosten angefallen, da 1800 Euro an Spenden eingegangen seien. Die restlichen 600 Euro übernehmen die sechs Gemeinderäte der CSU.
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