Land der Gegensätze

Pater Anish George referierte über sein Heimatland Indien. Bild: soj
Lokales
Ebnath
22.10.2014
1
0

Großer Reichtum auf der einen, tiefe Armut auf der anderen Seite. Diese Gegensätze prägen Indien. Den Subkontinent zeichnet aber auch Vielfalt aus, wie Pater Anish George in einem Vortrag über sein Heimatland berichtete.

"Bilder über Indien - Land der Gegensätze" lautete das Thema, zu dem Pfarrgemeinderat und kirchliche Vereine ins Pfarrgemeindehaus einluden. Pater Anish George schilderte Indien als ein Land voller Gegensätze - auf der einen Seite großer Reichtum, der sich in den Prachtbauten der Tempel ausdrückt, auf der anderen Seite die Armut. Der Subkontinent ist etwa neun Mal so groß wie Deutschland und hat zirka 1,3 Milliarden Einwohner. Er ist in 29 Bundesstaaten gegliedert, in denen verschiedene Sprachen gesprochen werden. Indien ist das größte demokratische Land der Welt, das siebtgrößte Land der Erde.

Im Jahr 52 nach Christus entstanden die ersten christlichen Gemeinden im Süden des Landes. Dies wird auf die Landung des heiligen Thomas zurückgeführt, der mit jüdischen Händlern nach Indien gereist war. Um das Jahr 1200 kam der Islam nach Indien. Das Land war lange eine britische Kolonie, 1947 wurde es unabhängig. Es folgte die Teilung in Indien und Pakistan. Heute leben dort 80 Prozent Hindus, 14 Prozent Muslime und 2,3 Prozent Christen sowie wie kleinere Splittergruppen.

Das Kastensystem bezüglich der Berufsgruppengliederung, das früher die indische Gesellschaft beherrschte, ist heute gesetzlich verboten, in den Dörfern ist es aber teilweise noch präsent. In einem Video zeigte der Pater die Vielfalt des Landes und das tägliche Leben. Er ging auf den Hinduismus ein und stellte die christlichen Kirchen im Land vor. Der größte Teil der Christen lebt nach seinen Ausführungen im Südwesten des Landes, in Kerala, der Heimat des Ebnather Pfarrers.

In einem weiteren Video zeigte der Geistliche Klima, Landwirtschaft, Kultur, das kirchliche Leben und die verschiedenen religiösen Gemeinschaften und Gruppierungen auf. Zum Schluss stellte Pater Anish George "seinen" Orden des heiligen Franz von Sales vor. Dieser ist im Norden Indiens und in Afrika in den armen Gegenden schwerpunktmäßig in der Ausbildung und Betreuung armer Kinder tätig. Hier zeige sich die andere Seite Indiens, in der große Armut herrscht. In diesen Projekten kommen auch die Spenden der Ebnather zum Einsatz.

Die Zuhörer quittierten den Vortrag mit großem Applaus. Pfarrgemeinderatssprecher Hans Enders dankte Pater Anish George für den kurzweiligen Vortrag und übergab ihm ein kleines Präsent.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.