Löschen macht hungrig

Lokales
Ebnath
08.10.2015
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Die Sirenen heulten in Ebnath, Brand, Fuhrmannsreuth, Schurbach, Schwarzenreuth, Lenau, Neusorg, Pilgramsreuth-Langentheilen, Pullenreuth, Lochau, Riglasreuth, Trevesen und Nagel die Sirenen. Die Feuerwehren rückten aus, um im Zentrum des Möbelhauses Kellner einen Werkstatt-Brand zu bekämpfen. Und wo sind eigentlich die 13 vermissten Personen?

Ein schlimmes Szenario, wenn es im Ernstfall so eintreffen würde - hier war es aber nur eine gestellte Aufgabe, die die 150 Feuerwehrfrauen und -männer im Rahmen der Brandschutzwoche zu lösen hatten. Die genannten Feuerwehren arbeiten zusammen, um im Ernstfall Schlimmeres zu verhindern.

Solche Großübungen sollen unter anderem dazu dienen, Neuerungen in den Feuerwehren zu testen oder einzuführen. Für diese Übung hatten sich die Organisatoren, Kreisbrandmeister Tirschenreuth-Land, Peter Prechtl, sowie Kommandant Gerhard Horn und sein Stellvertreter Michael Knott aus Ebnath große Ziele gesetzt, nämlich den neuen Digitalfunk und die Ersterprobung einer Atemschutzsammelstelle.

Die Einsatzleitung hatte Kommandant Horn. Dieser verteilte unter anderem die Einsatzabschnitte Personenrettung Nord und Süd, Brandbekämpfung Ost und West. Er ließ eine Verkehrsregelung erstellen und ordnete wie angekündigt den Aufbau einer Atemschutzsammelstelle an. Innerhalb von zwei Stunden wurde das Szenario abgearbeitet. Insgesamt wurden an zwei Ansaugstellen zehn C-Rohranschlüsse vorgenommen, die die Brandausweitung eindämmen und den Brand löschen sollten.

Schnelles Zelt

Die Wehren mit Atemschutz hatten die Aufgaben, 13 teils schwerverletzte Personen aus dem Gebäude zu retten. Die Feuerwehr Pilgramsreuth wurde mit dem Aufbau eines Schnelleinsatzzeltes betraut, das im Ernstfall unter anderem Anlaufpunkt für alle Verletzten wäre. Die Heimatwehr setzte unter anderen die genannte Sammelstelle um.

Mit insgesamt 150 Rettungskräften hatte die Brandschutzübung gewaltige Ausmaße. Im Anschluss trafen sich die Einsatzkräfte im Gerätehaus Ebnath zur Nachbesprechung und zur Brotzeit. Zusätzlich zu den vielen Einsatzkräften konnte KBM Prechtl die Dienstherren der Feuerwehren, Bürgermeister Hubert Kraus aus Pullenreuth, Ludwig König aus Brand und Peter König aus Neusorg, begrüßen.

Bürgermeister Manfred Kratzer aus Ebnath fehlte entschuldigt. Für die Landkreisführung war Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther gekommen, für die Firma Möbel Kellner war deren Chef Egid Kellner vor Ort. Nach einer Analyse des Einsatzgeschehens, den vorläufigen Ergebnissen der Neuerungen und den Grußworten der Bürgermeister bedankten sich KBM Prechtl und Kommandant Horn bei allen, die zum Gelingen dieser Übung ihren Teil beigetragen hatten.

"Brandleider" spendabel

Besonderer Dank galt der Firma Kellner für die Bereitstellung des Firmengeländes. Die Geschäftsleitung zeigte sich abschließend spendabel. Egid Kellner spendierte allen Rothelmen Brotzeitgutscheine als Anerkennung für den hohen Stellenwert, den die Feuerwehren haben.
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