Mit Ängsten Geschäfte machen

Zum Dank für sein Referat über "Demenz und Alzheimer" erhielt Rudolf Passon von Vorsitzender Marita Kuchenreuther ein Präsent. Bild: soj
Lokales
Ebnath
25.09.2014
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Alzheimer lautet immer häufiger die Diagnose. Doch Heilpraktiker Rudolf Passon meint, dass diese keineswegs in allen Fällen stimmt. Er warnte vor einem "Alzheimer-Imperium" und gab Tipps zur Vermeidung der Krankheit.

"Demenz und Alzheimer" war das Thema eines Vortragsabends im Pfarrgemeindehaus Ebnath, zu dem die KAB-Ortsverbände Ebnath und Brand eingeladen hatten. Vorsitzende Marita Kuchenreuther hieß als Referenten Heilpraktiker Rudolf Passon aus Neustadt am Kulm willkommen.

Oft zu viel Medikamente

Dieser stellte zu Beginn die Frage in den Raum: Ist Deutschland im Jahr 2050 alt, krank und vergesslich? Darauf versuchte er Antworten aus der Naturheilkunde zu geben. Was ist eigentlich Demenz? Es ist laut seinen Ausführungen die Abnahme von Körperfunktionen, gemessen über einen Zeitraum von länger als sechs Monaten, wie Aufmerksamkeits-, Gedächtnis-, Denk-, Orientierungs- und Sprechstörungen. Oftmals werde in diesen Bereichen zu viel mit Medikamenten behandelt. In Deutschland seien im Jahr 2000 800 000 bis 1,2 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen gewesen, im Jahr 2010 bereits 1,8 Millionen. Die Zunahme erfolge mit steigendem Alter, die Behandlung werde zunehmend aufwendiger. In vielen Fällen werde eine Therapie teilweise mit falschen Mitteln durchgeführt. Eine Behandlung müsse mindestens über einen Zeitraum von sechs Monaten erfolgen. Auch bei Behandlungserfolgen sei eine Dauerbehandlung unumgänglich. Ist Alzheimer die neue Seuche des 21. Jahrhunderts? Bei einem nicht unerheblichen Teil der Patienten werde Alzheimer diagnostiziert, obwohl das laut Ausführungen des Referenten nicht so stimme.

Gesund leben ohne Stress

Das "Alzheimer-Imperium" sei laut Heilpraktiker Rudolf Passon ein Konstrukt, bei dem mit Ängsten Geschäfte gemacht werden können. Der Referent vertrat die Ansicht, dass zur Vermeidung dieser Krankheit die beste vorbeugende Therapie sei: gesund leben, gesunde Ernährung, viel Bewegung, Übergewicht vermeiden, nicht rauchen und wenn möglich Stress vermeiden. Auch seien die Lebensweisheiten der heiligen Hildegard von Bingen, die sie vor 1000 Jahren aufgezeichnet hat, sehr hilfreich.

Vorsitzende Marita Kuchenreuther dankte dem Referenten für seinen kurzweiligen und interessanten Vortrag und überreichte ein kleines Geschenk.
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