Plan nicht in Stein gemeißelt

Manfred Kratzer. Bild: soj
Lokales
Ebnath
25.11.2015
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Fast zwei Stunden lang legte Rathauschef Manfred Kratzer in der Bürgerversammlung das Geschehen in der Gemeinde dar. Dennoch vermissten drei der rund 50 Zuhörer einige Punkte.

Marco Kellner sprach im Sitzungssaal des Rathauses den seiner Meinung nach "verkalkten und herrischen" Bebauungsplan an, der in Ebnath gelte. Dieser stelle ein Verkaufs- und somit ein Zuzugshindernis in die Gemeinde dar. Kratzer nahm den Bebauungsplan in Schutz, der wildes Bauen verhindern solle. Da die Gemeinde natürlich an Neubauten interessiert sei, seien Änderungen nach Absprachen möglich. Hans Enders erkundigte sich nach der rechtlichen Lage für Bürger, die bei Gemeindefesten ihre Grundstücke als Parkplätze zur Verfügung stellen. Kratzer versicherte, dass hier Versicherungsschutz durch die Gemeinde bestehe. Peter Casper hakte wegen der Schließung der Sparkassenfiliale in Ebnath nach. Der Bürgermeister meinte dazu, dass es sich hier nicht um eine Schließung, sondern um ein neues Betreuungskonzept handle. Dies sei ihm vom Sparkassenvorstand mitgeteilt worden.

In seinen Ausführungen erinnerte der Rathauschef an den Neujahrsempfang der Kommune im Januar, der beibehalten werden soll. Auf seiner und der Agenda des Gemeinderates standen unter anderem die Sanierung der Friedhofsmauer, Antragstellung für das Kernwegenetz, Kontaktaufnahme wegen der Städtebauförderung mit der Regierung der Oberpfalz, die Breitbandversorgung für das gesamte Gemeindegebiet, Vergabe der Grobanalyse für die Marktplatzumgestaltung und des Freibads Selingau, Abschluss des Projekts "Demografische Modelle", ein Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz wegen Fördermöglichkeiten bei der Schulhaussanierung sowie Einführung eines neuen Gemeindeblattes. Das Ferienprogramm fand wieder großen Zuspruch.

Stolz war der Bürgermeister über die Fertigstellung von fünf eigenen Marktbuden durch die Rentnertruppe. Positiv betrachtete er die Senkung der Friedhofsgebühren durch die Anpassung fallender Zinssätze in der Berechnung. Die gute Zusammenarbeit in der Gemeinde habe sich bei der Neugestaltung des Friedhofs durch den Gartenbauverein und die Pfarrgemeinde gezeigt, die die Sanierung auch finanziell übernommen hatten. In der Novembersitzung wurde dem Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeuges zugestimmt.

2015 gab es sieben Geburten und zwei Hochzeiten. Die Flüchtlingskrise hat laut Kratzer für Ebnath keine Auswirkungen, da die Gemeinde keine öffentlichen Wohnungen zur Verfügung habe. (Kurz notiert)
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