Schönheit bringt ihren Preis

Ein erfolgreiches Züchterjahr liegt hinter dem Ebnather Reinhard Fraunholz. Seine Vögel holten für ihn vier nationale und eine Reihe internationaler Meistertitel. Bild: ak
Lokales
Ebnath
23.12.2014
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50 Piepmätze pfeifen bei Vogelzüchter Reinhard Fraunholz in der Gartenstraße in Ebnath um die Wette. Damit gratulieren sie ihrem Hausherrn und auch sich selbst zu einer beachtlichen Siegestour.

Außergewöhnlich erfolgreich war der ambitionierte Vogelliebhaber und Züchter mit drei Meistertiteln, Pokalgewinnen und Bestplatzierungen in diesem Jahr mit seinen beiden Vogelrassen. Viele blitzsaubere Vogelkäfige im Hauskeller und eine großzügige Außenvoliere zeugen vom Hobby von Reinhard Fraunholz. Er ist Vogelzüchter aus Leidenschaft und holte sich im Herbst gleich zwei nationale und einen internationalen Meistertitel.

Seit 30 Jahren Züchter

Rainer Fraunholz' Faible ist die Vogelzucht und die Freude an den herrlich bunten und hierzulande für Laien eher unbekannten Vogelart. "Ich züchte bereits seit fast 30 Jahren Vögel. Am Anfang waren es vor allem Kanarienvögel. Aber seit längerem habe ich mich auf zwei Rassen konzentriert", erklärt Fraunholz.

Sein Ehrgeiz und die Liebe zu den gefiederten Schützlingen trugen ihm 2008 erstmals den Titel eines Bayerischen Meisters ein. "Man braucht Freude, Geduld und Wissen, um die besonderen Bedürfnisse der Vögel zu erforschen und daraus Zuchterfolge zu entwickeln", erzählt der Züchter. Sein Lieblingstier ist neben den Kanarienvögeln mit Farbspiel weiß rezessiv, lipochrom, achat-pastell, rot-mosaik besonders die Rasse Stieglitz Mayor. Derzeit zwitschern 20 Stieglitze Mayor und rund 30 Kanarienvögel in seinen Käfigen und der Voliere. Einen Schwerpunkt setzt Fraunholz nicht nur auf seine Meisterrasse Kanarie weiß rezessiv, sondern vor allem seit einiger Zeit auf seine in hiesigen Volieren eher seltene Rasse Stieglitz Mayor. "Diese Tiere haben ihre Heimat in kälteren Gefilden wie Sibirien und Skandinavien, fühlen sich aber auch bei uns wohl", erklärt der 62-jährige gelernte Maurer, der bei der Stewog, der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Marktredwitz, arbeitet.

Futter, besondere Sämereien und der Zukauf von Zuchtvögeln schlagen natürlich in der Kasse kräftig als Minus zu Buche. Die Bilanz mit Verkäufen von Zuchtvögeln auszugleichen gelingt ihm selten, aber dafür ist es auch ja sein Hobby. Ein Stieglitz Mayor mit besonderer Farbe kostet rund 150 Euro und kann mit einer Auszeichnung schon bis zu 400 Euro wert sein. Sein Ansporn ist es zu zeigen, dass nicht nur Profis, sondern auch Hobbyzüchter mit viel Liebe herrliche Tiere aus eigener Zucht am Rande des Fichtelgebirges hervorbringen können.

Vier nationale Titel

Auf nationaler Ebene belohnten die Preisrichter den Ebnather gleich mit drei Oberpfälzer und einem Bayerischen Meistertitel. International zeigte er bei der Tiroler Meisterschaft die Oberpfälzer Fahne. Oberpfalzmeister wurde er bei der Ausstellung in Amberg im November mit einem Stieglitz Mayor bei einer Gesamtwertung von 93 Punkten. Bei der Stammwertung, bei der jeweils vier Tiere als Gruppe bewertet werden, war er ebenfalls mit seinen Kanarien weiß rezessiv nicht zu schlagen. Den dritten Oberpfalztitel erhielt er für einen Einzelvogel der Rasse "Kanarie weiß rezessiv" mit 92 Punkten.

Bei der Bayerischen Meisterschaft im Dezember in Nüdlingen bei Bad Kissingen setzte er seine Erfolgsserie fort. Er wurde zweiter Schauklassensieger bei 266 Punkten mit seinen weißen Kanarienvögeln rezessiv. Den dritten Platz belegte er mit seiner Spielart Farb-Kanarie achat-pastell-rot-mosaik mit 90 Punkten. Mit seiner Prachtrasse Stieglitz Mayor ließ er mit 92 Punkten die große Konkurrenz hinter sich und wurde neben dem Bayerischen Meistertitel mit einem Ehrenpreis und Wanderpokal ausgezeichnet.

Tiroler Meister

Bei der Tiroler Landesmeisterschaft im Oktober in Stumm im Zillertal stellte er zwei Rassen aus. Mit "Kanarie weiß rezessiv" hatte er erneut mit 93 Punkten den "Championvogel" in seinem Käfig und wurde damit Tiroler Meister. Mit der Rasse "Kanarie lipochrom" holte er sich zusätzlich noch den Siegerpokal "Kristall-Tirol".
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