Schulische Projektwoche mit bedeutsamen Themen - Gesundheitszustand kann beeinflusst werden
Wohlstand kann auch schädlich sein

Einen interessanten Beitrag lieferte der Sportmediziner Dr. Stefan Pecher aus Neubau beim Elternabend. Bild: ld
Lokales
Ebnath
29.04.2015
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Längst ist es nicht mehr Aufgabe der Schulen, den Kindern nur Rechnen, Lesen und Schreiben beizubringen. Die Anforderungen an die Erziehungsinstitutionen wachsen ständig. Stets wird die möglichst schnelle Bekämpfung gesellschaftlicher Probleme gefordert. Und da sind neben dem Elternhaus eben die Schulen gefordert.

Die körperlichen Schäden, die das Leben in der Wohlstandsgesellschaft mit sich bringt, verbunden mit dem Mangel an Bewegung, sind zu einem großen Problem geworden. Die Fichtelnaabtalschule leistet hier vorbildliche Arbeit. In einer Projektwoche, sowohl an der Grundschule wie auch an der Mittelschule, wurde versucht, in mehreren Einheiten den Schülern das komplexe Thema bewusst zu machen.

Aktivitäten bündeln

"Gesund und fit - alle machen mit!" lautete das Motto der Gesundheitswoche, unter dem die Schule ihre bisherigen Aktivitäten zu den Bereichen Bewegung und Ernährung bündelte und in den Mittelpunkt ihrer unterrichtlichen Arbeit stellte. Um die Bedeutung und Reichweite der Themen zu unterstreichen, hatte die Schule dazu auch viele externe Experten eingeladen. Aufwendige organisatorische Arbeiten gingen in enger aktiver Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat voraus. Sponsoren mussten gefunden werden, viele freiwillige Helfer waren nötig, und auch um namhafte Experten hatten sich Rektorin Sabine Graser und Konrektor Alexander Köstler bemüht. Den Auftakt der Woche bildetet ein Elternabend mit Stefan Pecher, Robert Fischer und Georg Zipfel.

Richtig bewegen

Aus medizinischer, orthopädischer und sportlicher Sicht zeigten Stefan Pecher, Arzt der nordischen Ski-National-Mannschaft und des Olympia-Teams seit 2006 und Robert Fischer, Inhaber eines Orthopädiegeschäftes, die Tragweite ausreichender und richtiger Bewegung sowie gesunder Ernährung auf.

Pecher, selbst immer noch im Ausdauersport aktiv, wies auf die drastische Zunahme von Übergewicht im Kindes- und Jugendalter sowie den Anstieg der Verordnungen von Psychopharmaka an Kinder in den vergangenen Jahren hin. In wissenschaftlichen Langzeituntersuchungen konnte ein Zusammenhang zwischen motorischen Fähigkeiten und kognitiven Leistungen nachgewiesen werden. In der Gruppe der beobachteten Kinder, die sich täglich ausreichend sportlich bewegten, konnten die schulischen Leistungen verbessert werden, Pecher betonte die Bedeutung von Bewegung und Ernährung für das Gewicht. Robert Fischer sprach über Fehlstellung im Bereich des Fußes und Folge-Beschwerden im organischen und neurologischen Bereich. Zu den einzelnen Aspekten des Bereiches Gesundheit hatten die Klassen Plakate erstellt, die von den Besuchern auch nach den informativen Vorträgen noch interessiert betrachtet wurden. Rektorin Graser und Konrektor Köstler dankten den Referenten des Abends sowie den Lehrkräften, Eltern, Sponsoren und weiteren Unterstützern.
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