Schulsprecher des Landkreises tagen in Ebnath - Mit durchdachten Strategien auf die Erfolgsspur ...
Aus dem großen Ideen-Pool schöpfen

Auch der Ebnather Bürgermeister Manfred Kratzer (links) stattete der SMV-Tagung in Ebnath einen Besuch ab. Landkreissprecher Lukas Gintar (sitzend, links) hat eine verantwortungsvolle Aufgabe. Bild: ld
Lokales
Ebnath
18.02.2015
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Zweimal in einem Schuljahr treffen sich die Schulsprecher der Mittelschulen im Landkreis. Zu Beginn des Schuljahres wird die Landkreissprecherin oder der Landkreissprecher gewählt. In der Mitte des Jahres findet dann die alljährliche Aussprachetagung statt.

Freude über Engagement

Der Koordinator der Schüler-Mitverantwortung, Beratungsrektor Bertram Nold, hatte in diesem Jahr in die Mittelschule Ebnath eingeladen, wo Landkreissprecher Lukas Gintar von der Fichtelnaabtalschule auch Bürgermeister Manfred Kratzer begrüßen konnte. Dieser zeigte sich in seinem Grußwort sichtlich erfreut über das Engagement junger Menschen. Es brauche Mut und Durchhaltevermögen, um ein solches Amt auszuführen. Engagierte Leute würden gebraucht, um Ehrenämter in Vereinen oder sozialen Einrichtungen zu übernehmen. Wer sich schon sehr früh engagiere, wäre auch später einmal bereit, ein öffentliches Amt zu übernehmen.

Rektorin Sabine Graser schloss sich diesen Worten an und ging zugleich auf die Probleme einer SMV in einer Mittelschule ein, wo die Fluktuation doch sehr groß sei. Schüler oberer Klassen wären oft nur bedingt in der Lage, ihr Amt so auszuführen wie sie es gerne täten. Die Vorbereitung auf Prüfungen setze dann oft schnell Grenzen. Aus den Berichten der einzelnen Schulen, mehrfach unterstützt durch Computer-Präsentationen, wurde deutlich, dass die SMVs an den Schulen sich ihren Stellenwert geschaffen haben und es ihnen gelingt, Veränderungen in den täglichen Abläufen und Verbesserungen an den Schulen zu erreichen.

Insbesondere sind die SMVs aber an der Gestaltung des Schullebens beteiligt. Eine Änderung des Pausenverkaufs wird oft gewünscht, es finden Faschingsveranstaltungen und Weihnachtsfeiern statt und oft sind Getränkeautomaten der große Wunsch von Schülern. Die Durchsetzung hängt eng zusammen mit der Größe der Schule. Strategien sind nötig, wenn eine Idee geboren wird. "Je mehr Vorarbeit geleistet wird, desto größer sind die Chancen, auf das Interesse der Schulleiter zu stoßen", empfahl Bertram Nold.

An praktischen Beispielen wurde dies in Gruppen geübt, geleitet von den Landkreissprechern Lukas Gintar und dessen Stellvertreter David. Bevor es an die Arbeit ging, motivierte Verbindungslehrerin Erni Bühl aus Ebnath die Teilnehmer mit einem engagierten Referat. Nicht immer anschieben lassen sollen sich die Schülervertreter, selbst anpacken und versuchen, im Schulhaus etwas zu bewegen. Sie seien von ihren Mitschülern gewählt worden, weil man ihnen das zutraut.

Soziales Engagement

Nach der Zusammenfassung der Ergebnisse wurde die Marschrichtung für die weitere Arbeit festgelegt: Ein Motto für eine bestimmte Zeit soll der Landkreissprecher ausgeben, das in allen Schulen besprochen werden soll, um die Gemeinschaft und das harmonische Zusammenleben in der Schule zu fördern. Die Protokolle der Klassensprecherversammlungen soll der Landkreissprecher bekommen, um daraus einen Ideenpool zu entwickeln und auch sozial engagieren will sich die SMV.
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