So wie früher

Lokales
Ebnath
14.01.2015
0
0

Die eingestürzte Friedhofsmauer ist schon seit längerem ein Thema. Jetzt machte der Gemeinderat Nägel mit Köpfen. Ganz billig ist die Lösung nicht, doch die meisten Bürger favorisieren sie.

Mit zehn Ja- bei zwei Nein-Stimmen folgten die Gemeinderäte dem Vorschlag von Bürgermeister Manfred Kratzer, die Friedhofsmauer wieder so aufzubauen, wie sie die Ebnather kannten. Der Friedhof sei ein Ort der Ruhe, der Einkehr, des Innehaltens, um für die Verstorbenen zu beten und in aller Stille ihrer zu gedenken.

"Das sollte es wert sein"

Laut einer Kostenschätzung des Ingenieurbüros Fröhlich aus Neusorg belaufen sich die Aufbaukosten auf zirka 55 500 Euro. Für diese Variante entschieden sich die Fraktionen von SPD und CSU. Laut Gemeinderat Josef Söllner müsste es den Hinterbliebenen Wert sein, eine durch den Wiederaufbau jährliche Erhöhung eines Urnengrabes um 1,13 Euro oder eines Familiengrabes um 7,68 Euro zu akzeptieren. Laut Auskunft des Bürgermeisters sei dies auch die überwiegende Meinung in der Bevölkerung, er habe im Vorfeld der Diskussion mit vielen Bürgern gesprochen und Meinungen eingeholt.

AWE für Hecke

Anders sahen es die Gemeinderäte der AWE. Sie wollten die billigere Variante. Ihrer Meinung nach würden am oberen Rand des Friedhofs der Rückbau der vorhandenen Mauerreste und die Anpflanzung einer Hainbuchenhecke reichen. Diese Variante hätte Gesamtkosten von zirka 9300 Euro bedeutet.

Zu Beginn der Diskussion hatte Bürgermeister Manfred Kratzer Fragen aus der vorangegangenen Gemeinderatssitzung zu Eigentumsverhältnissen und Denkmalschutz beantwortet. Eigentümer des Friedhofs sei demnach die Katholische Kirchenstiftung. Laut Vertrag zwischen Stiftung und Gemeinde sei die Kommune aber verpflichtet, den Friedhof auf eigene Kosten instand zu halten, insbesondere alle bestehenden Anlagen in gutem Zustand zu erhalten und die erforderlichen Ausbesserungen zu veranlassen. Eine Förderung durch den Denkmalschutz sei nicht möglich, da die Mauer nicht in der Denkmalschutzliste stehe.

Anschließend genehmigten die Gemeinderäte ebenfalls mit zehn Ja- zu zwei Nein-Stimmen die neue Gebührenbedarfsberechnung für den Friedhof und für das Leichenhaus. Demnach errechnen sich folgende jährlichen Grabgebühren: Urnengrab 9,84 Euro (vorher 7,96 Euro), Reihengrab einfache Tiefe 22,63 Euro (18,31), Reihengrab mit Tieferlegung 33,46 Euro (27,06), Familiengrab mit Tieferlegung 66,91 Euro (54,13), dreistelliges Grab mit Tieferlegung 100,37 Euro (81,19). Die Leichenhausgebühr bleibt bei 100 Euro pro Verstorbenen. Den Erlass einer Satzung zur Änderung der Abgabensatzung für die Benutzungsgebühren für die gemeindliche Bestattungseinrichtung der Gemeinde stimmten die Räte einstimmig zu.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.