Stimmungsvolle Erinnerungen

Die Gestaltung des Gottesdienstes zum vierten Advent gestaltete auch heuer die Ebnather Fichtelgebirgskapelle. Dabei gedachten die Musiker ihrer verstorbenen Mitglieder und führten das Werk eines früheren Leiters der Regensburger Domspatzen auf, das heute fast in Vergessenheit geraten ist. Bild: soj
Lokales
Ebnath
23.12.2014
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Weihnachtliche Gottesdienste zur sind besonders stimmungsvoll. Der Ebnather Fichtelgebirgskapelle gelang es am vierten Adventssonntag hervorragend, die Besucher aufs Christfest einzustimmen. Dabei erinnerte sie auch an einen selten gehörten Komponisten.

Am vierten Adventsonntag übernahm auch heuer die Fichtelgebirgskapelle Ebnath unter Leitung von Franziska Knott die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes und gedachte ihrer verstorbenen Mitglieder.

Nach dem Einzug mit einer "Fanfare aus dem Salzburger Land" sangen die Kirchenbesucher gemeinsam mit Pfarrer Anish George, der den Gottesdienst zelebrierte, das "Macht hoch die Tür". Wie in den vorangegangenen Adventssonntagen auch, wurde nach einer Meditation die vierte Kerze am Adventskranz entzündet. Anschließend sagen alle mit der Begleitung der Blaskapelle die vierte Strophe des Adventsliedes "Wir sagen euch an". Bei den Liedbegleitungen zu den Gesängen aus dem neuen Gotteslob erlebten die Besucher eine Premiere. Erstmalig verwendeten die Musiker das neue "Bläserbuch zum Gotteslob". Anlässlich der Einführung des neuen Gotteslobs in den Bistümern Deutschlands, Österreichs und Südtirols haben ausgewiesene Kirchenmusiker und Bläserspezialisten dieses Notenheft erarbeitet. Um auch in der Kirchenmusik aktuell zu sein, hat sich die Fichtelgebirgskapelle Ebnath für eine frühzeitige Anschaffung dieses Notenmaterials entschieden. Für den musikalischen Höhepunkt des Gottesdienstes hatte sich Dirigentin Franziska Knott für das "Ave Maria Glöcklein" von Franz Xaver Engelhart entschieden.

Der Komponist wurde 1861 in Geiselhöring geboren und war nach seiner Priesterweihe von 1891 bis zu seinem Tod 1924 Domkapellmeister am Regensburger Dom und leitete die Regensburger Domspatzen. Von seinen 102 kirchenmusikalischen Werken sind nur noch wenige, und diese nur selten, zu hören. Die Musikerinnen und Musiker der Fichtelgebirgskapelle Ebnath verstanden es, mit sauber herausgearbeiteter Dynamik sehr gut den Besuchern eines der bekanntesten Werke des Komponisten zu vermitteln. Bevor zum Auszug der "Weihnachtsmarsch" erklang, spielte die Kapelle das "Tochter Zion" von Georg Friedrich Händel.

Nach dem Gottesdienst konnten sich die Besucher noch mit Advent- und Weihnachtsliedern auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen lassen.
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