"Sturm der Grausamkeit"

Bürgermeister Manfred Kratzer gedachte der Gefallenen der Weltkriege und forderte auf, auch der Menschen, die bei den Anschlägen in Paris ums Leben gekommen sind, zu gedenken. Bild: soj
Lokales
Ebnath
16.11.2015
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Vereine, Bürgermeister Manfred Kratzer und die Gemeinderäte trafen sich anlässlich der Gedenkfeier zum Volkstrauertag zum Kirchenzug. Am Kriegerdenkmal gedachten sie der Gefallenen der Weltkriege.

Die Gläubigen besuchten zunächst den von Pfarrer Pater Anish George zelebrierten und vom Kirchenchor unter Leitung von Gerhard Kuhbandner gestalteten Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Ägidius. Anschließend bewegte sich der Trauerzug, angeführt von der Fichtelgebirgskapelle, zum Kriegerdenkmal.

Nachdem die Gemeinderäte Andreas Söllner und Josef Söllner für die Gemeinde sowie Manfred Riedl für die Krieger- und Soldatenkameradschaft Ebnath Kränze niedergelegt hatten, wurde der Toten und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht. Bürgermeister Manfred Kratzer ging auf die Anschläge von Paris ein. "Nicht einmal 24 Stunden sind vergangen, seit uns wieder einmal vor Augen geführt wurde, wie Hass, Verblendung und falsche Versprechungen Menschen zu Bestien formen", so der Bürgermeister. Über Paris sei ein Sturm der Grausamkeit, der Menschen tötete und mannigfaltige Trauer zurückließ, gefegt. "Lasst uns deshalb heute nicht nur der Millionen Opfer von Krieg und Diktatoren gedenken, sondern auch jenen Menschen, die gestern gestorben sind oder die auch irreparable Schäden aus diesem Terrorakt davontragen", forderte Manfred Kratzer.

Weiter brach er ein Lanze für die vielen tausend Flüchtlinge, die aus dem gleichen Grunde wie viele unserer Vorfahren Flucht und Vertreibung erleben mussten. Der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft, Manfred Riedl, gedachte der vielen Gefallenen und Vermissten in den Weltkriegen. Er dankte Bürgermeister Manfred Kratzer und den Gemeinderäten, den Fahnenabordnungen der Vereine und den Gläubigen für die würdevolle Mitfeier.

Sein Dank galt auch Pfarrer Pater Anish Geoge und dem Kirchenchor für die Gestaltung des Gottesdienstes, der Feuerwehr Ebnath für die Absperrung während der Veranstaltung sowie der Fichtelgebirgskapelle für die musikalische Gestaltung. Während das Lied "Vom guten Kameraden" erklang, senkten sich zum Gedenken an die Toten und Vermissten am Kriegerdenkmal die Fahnen.
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