Vorbild mit Leib und Seele

Lokales
Ebnath
04.12.2015
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Wenn er mit sanfter Dynamik in die Tasten greift, rückt in Ebnath der Himmel ein Stück näher. Gerhard Kuhbandner spielt die Orgel in der Kirche St. Ägidius. Mit großer Freude und um Gotteslohn.

Kaum ein anderer in seiner Heimatgemeinde und in der Pfarrei zelebriert das Ehrenamt auf so inbrünstige Weise. Der Träger der Bürgermedaille, die er 2009 verliehen bekam, prägt seit Jahrzehnten ganz entscheidend das kirchenmusikalische Leben.

Bereits seit 1964 ist Gerhard Kuhbandner als Organist in der Pfarrei tätig. Seit 1973 leitet er den Kirchenchor der Pfarrei St. Ägidius Ebnath. Als Obmann im Fichtelgebirgsverein stellte er in den Jahren von 1977 bis 1983 wichtige Weichen im Vereinsleben. Ebenso stand er bei der Kolpingfamilie von 1969 bis 1975 und von 2009 bis 2013 an der Spitze. Nicht zu vergessen sind seine Verdienste als Festleiter bei der 800-Jahr-Feier der Kommune.

Nach der Bürgermedaille wurde Gerhard Kuhbandner im August 2010 das Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten für seine außergewöhnlichen, ehrenamtlichen Tätigkeiten verliehen. Bei der Ehrung sagte Landrat Wolfgang Lippert: "Menschen wie Gerhard Kuhbandner sind Vorbilder und prägen unsere Heimat entscheidend positiv mit."

Aber auch die Verantwortlichen in der Pfarrei St. Ägidius wissen das enorme Engagement ihres Chorleiters und Organisten zu schätzen. Pfarrgemeinderatssprecher Hans Enders und Pfarrer Anish George bescheinigten Kuhbandner, dass dieser in all den vielen Jahren den Kirchenchor kontinuierlich aufgebaut, das Niveau dauerhaft gesteigert und auf den heutigen hohen Stand gebracht habe. Deshalb sei der Kirchenchor auch weit über die Grenzen der Pfarrei hinaus bekannt und sehr geschätzt. Jede Woche Chorprobe, die Gestaltung von zahlreichen Gottesdiensten und die Organisation von eigenen Konzerten erfordern einen hohen Zeitaufwand, den der als geduldig und sympathisch geltende Musiker in den vergangenen Jahrzehnten neben seiner anspruchsvollen Tätigkeit im Landratsamt Wunsiedel auf sich genommen hat.

Ein großer Meilenstein war für den Musiker der Bau und die Einweihung der neuen Orgel im Jahr 1985. Hier war er bei den Planungen ein wichtiger Ratgeber. Aber auch bei vielen technischen Fragen wie Lautsprecher, Heizung oder Lichtanlage in der Kirche ist er ein wichtiger Ansprechpartner. Außerdem kennt Kuhbandner alle geschichtlichen Details des Gotteshauses.

Seit wenigen Monaten ist der 65-Jährige im wohlverdienten Ruhestand. Jetzt kann er es ohne Zeitdruck genießen, der geliebten Orgel Musik zur Ehre Gottes zu entlocken. Pfarrer, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und alle anderen "Schäfchen" hoffen darauf, dass "ihr Gerhard" noch einige ehrenamtliche Jahrzehnte folgen lässt.
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