Ziel ist eine Wohlfühlgemeinde

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde appellierte Bürgermeister Manfred Kratzer vor zahlreichen Gästen an die Ebnather, zusammenzuhalten. Nur durch gemeinsames Miteinander sei das Ziel Wohlfühlgemeinde zu erreichen. Bild: soj
Lokales
Ebnath
20.01.2015
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Ohne Miteinander geht in einer Gemeinde nichts. Das ist die feste Meinung von Ebnaths Bürgermeister Manfred Kratzer. Beim Neujahrsempfang empfahl er, dabei nicht unbedingt die "große Bundespolitik" als Vorbild zu nehmen.

"Am Beginn eines neuen Jahres ist es üblich, sowohl eine Rückschau auf das Vergangene als auch einen Blick auf das Kommende zu werfen", sagte Bürgermeister Manfred Kratzer beim Neujahrsempfangs der Gemeinde im Sitzungssaal des Rathauses.

Den zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und aus zahlreichen Ebnather Vereinen dankte er für ihr Kommen: "Ihr zeigt damit, dass ihr ein Miteinander pflegen wollt, um mit vielfältigen Tätigkeiten und Ideen unsere Heimat liebenswerter werden zu lassen." Das Gemeindeoberhaupt betonte, es sei ihm aber auch bewusst, dass in der Gemeinde meist die gleichen Personen Verantwortung übernehmen, selbst wenn sich darunter auch immer wieder ein neues Gesicht finde, das mitgestalten wolle. Das Ziel, eine Wohlfühlgemeinde zu gestalten, gehe nur im Miteinander. Hier seien viele einzelne Hände im Zusammenspiel gefragt. "Gemeinsam geht vieles leichter und besser", so der Bürgermeister.

Kritik an Volksvertretern

Dabei sollten sich laut Bürgermeister Manfred Kratzer die Menschen nicht die große Bundespolitik mit den gewählten Volksvertretern zum Vorbild nehmen. "Leider gibt es sie, die Volksvertreter, deren Handeln vom höchstmöglichen Gewinn der Großkonzerne bestimmt ist. Und es gibt auch jene Volksvertreter, die zehntausend gegen den Islam protestierende Bundesbürger in eine rechte Ecke rücken und in ihrer Gesamtheit kriminalisieren, ohne überhaupt die Beweggründe dieser Menschen zu analysieren", sagte Bürgermeister Kratzer.

Als Staatsbürger sei er betroffen gewesen, als der türkische Ministerpräsident bei seinem Deutschlandbesuch in den Medien die Pegida-Demonstranten mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verglich. Kratzer stellte die Frage in den Raum, ob hier nicht bereits Grenzen des Umgangs im Miteinander überschritten werden, wenn Politiker und Medien Menschen pauschal verurteilen.

In Sachen Stromtrassen und Windkraft bat er den anwesenden Landtagsabgeordneten Tobias Reiß (CSU), die Interessen unserer Heimat in München zu vertreten, damit Nordbayern weiter eine liebenswerte Heimat bleibt. An die Gemeinderäte appellierte der Bürgermeister, die Zukunft Ebnaths gemeinsam zu planen, gemeinsam Ideen zu entwickeln, diese zu durchdenken und auf finanzielle Machbarkeiten prüfen zum Wohle der Gemeinde Ebnath. Er selber wolle in Zukunft viele Dinge hinterfragen, er wolle tätig werden, um Negatives zu ändern, sich nicht leiten lassen von der Redewendung "Es is halt sua", sondern gemeinsam ein Fundament eines Miteinanders für eine erfolgreiche Zukunft schaffen, kündigte das Gemeindeoberhaupt an.

Neue Kontakte knüpfen

Zum Ende des offiziellen Teils dankte Bürgermeister Manfred Kratzer allen Personen, die bei der Organisation und Durchführung des Neujahrsempfangs behilflich waren, darunter auch Damen des Trachtenvereins, die bei der Bewirtung mithalfen. "Genießen sie den heutigen Abend mit guten Gesprächen, knüpfen sie neue Kontakte und fühlen sie sich einfach wohl", forderte Bürgermeister Manfred Kratzer die Gäste auf.
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