Zuschüsse abschöpfen

Der untere Friedhofsbereich soll neu gestaltet werden. Bäume sollen das Areal optisch aufwerten und im Sommer Schatten spenden. Für anfallende Kosten will der Obst- und Gartenbauverein den Erlös vom Tag der offenen Gartentür von 1000 Euro und der Pfarrgemeinderat den des Pfarrfests von 1350 Euro zur Verfügung stellen. Bild: soj
Lokales
Ebnath
17.09.2015
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Wichtige Weichen stellte der Ebnather Gemeinderat. Breitband und Schulsanierung waren zentrale Themen. Bürgermeister Manfred Kratzer freute sich am Ende über eine harmonisch verlaufene Sitzung und einstimmige Beschlüsse.

So hatte das Büro Corwese vor wenigen Wochen vom Gremium den Auftrag bekommen, die Breitbanderschließung und -versorgung der einzelnen Ortsteile zu prüfen. Die Planer zeigten bereits in einer der vorherigen Sitzungen alle Haushaltungen auf, die noch mit weniger als 30 Mbit/s versorgt sind. Das seien vor allem Häuser beim Zeckenberg, in Grünlas, in einigen Straßenzügen in Ebnath sowie in Hermannsreuth, Hölzlashof und Selingau.

Die Kosten belaufen sich auf rund 541.330 Euro. Die Gemeinde rechnet mit einer 90-prozentigen Bezuschussung durch den Freistaat. Die Räte hatten bereits in der jüngsten Sitzung über die Vor- und Nachteile der Maßnahme diskutiert. Eine Anschlusspflicht besteht nicht. Die Maßnahme stelle laut Gemeinderat Bernd Würstl eine Wertsteigerung für Immobilien dar. Das Gremium stimmte auf jedenfalls einmütig zu.

Marode Bildungsstätte

Das Schulhaus ist renovierungsbedürftig. Das ergab zum einen die Revisions-Besichtigung der kommunalen Unfallversicherung Bayern. Zum anderen hatte das Architekturbüro Rembeck aus Erbendorf den Auftrag erhalten, eine wirtschaftliche Vergleichsberechnung vorzulegen, aus der zu ersehen ist, welche Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten bis 2020 als dringend angesehen werden. Architektin Helga Rembeck vom gleichnamigen Büro stellte in der Sitzung den Gemeinderäten und den Zuhörern ihr Konzept vor.

Die Dringlichkeit der Sanierungsarbeiten sei als unabweisbar anzusehen. Dabei sei vor allem an die Ertüchtigung der Deckendämmung, die Erneuerung der Altverglasungen, der Heizungsanlage, der Beleuchtung, der sanitären Anlagen und der Brandschutzabschlüsse gedacht. Aber auch das Anbringen funkvernetzter Rauchmelder sei nötig. Zusammen mit dem Austausch von Bodenbelägen, der teilweisen Erneuerung von Einrichtung, der Neugestaltung des Pausenhofes und sonstigen Baunebenkosten kommt die Sanierung auf rund zwei Millionen Euro.

Termin mit Regierung

Auf der Basis dieser Unterlagen fand im Juli dieses Jahres ein Termin bei der Regierung der Oberpfalz statt, bei der unter anderem Bürgermeister Manfred Kratzer, die Architektin Helga Rembeck und Achim Scherm von der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg teilnahmen.

Aus dem Gespräch resultierte, dass die Regierung der Oberpfalz die Sanierung der Schule unterstützt. Zu beachten sei die Förderung von 70 Prozent. Laut Bürgermeister Kratzer sei die Sanierung der Schule für die Erhaltung des Schulstandorts Ebnath und einer lebenswerten Gemeinde enorm wichtig. Das sahen alle Räte so und stimmten zu.
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