Angemerkt zu "Gräben bleiben offen"
Auf eine neue Portion

Politik
Ebnath
16.02.2016
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Angemerkt von Manfred Hartung

Es ist ein bisschen so wie mit den berühmten zwei Geißböcken, die sich auf einer schmalen Brücke gegenüberstehen. Weil keiner zurückweichen will, um den anderen vorbeizulassen, rumpeln sie lieber mit den Köpfen zusammen und landen im Wasser.

Noch ist es in Ebnath nicht ganz soweit. Auch wenn sich Gewerbeverein und Manfred Kratzer nach der zweifellos verunglückten Neujahrsansprache des Bürgermeisters scheinbar unversöhnlich gegenüberstehen. Die Geschäftsleute fordern die Einladung zu einem Schlichtungstermin. Der Rathauschef lässt ausrichten: "Ihr wisst ja, wo mein Büro ist." Und wer sich als Erster bei diesem Spiel bewegt, hat verloren. Nein, da muss es einen anderen Weg geben.

Der Bürgermeister hat zumindest fahrlässig den Gallenröhrling ins Pilzgericht gemischt. Dem bitteren Geschmack ist mit herkömmlichen Gewürzen nicht mehr beizukommen. Also weg mit der Brühe und neue Zutaten in den Topf. Manfred Kratzer sollte den Kochlöffel schwingen und hinter verschlossenen Küchentüren den Gewerbeverein zum Versöhnungs-Essen einladen. Und wenn's schmeckt, bekommen Junge Union, Frauen-Union und DJK auch noch eine Portion ab - ganz im Sinne der Aktion "Essbares Fichtelgebirge".

E-Mail an den Autor: manfred.hartung@derneuetag.de

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