Barrieren bannen

Die Behindertenbeauftragten des Landkreises Tirschenreuth trafen sich im Pfarrgemeindehaus in Ebnath. Mit dabei waren der Behindertenbeauftragte des Landkreises Tirschenreuth, Reinhard Schön, (hinten, Mitte), Ebnaths Bürgermeister Manfred Kratzer und zweite Bürgermeisterin und Behindertenbeauftragte Heidi Philipp. Bild: soj
Politik
Ebnath
04.08.2016
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Menschen mit einem Handicap bedürfen mitunter einer besonderen Zuwendung. Eine wichtige Rolle spielen die kommunalen Behindertenbeauftragten. Sie trafen sich zur Tagung in Ebnath.

/Tirschenreuth. Im großen Saal des Pfarrgemeindehauses begrüßte Reinhard Schön, Behindertenbeauftragter des Landkreises, die Gäste sowie Bürgermeister Manfred Kratzer, Sozialberaterin Christina Ponader sowie Wolfgang Jäger, Leiter des Sozialamtes Tirschenreuth. Eingeladen hatte Ebnaths Behindertenbeauftragte Heidi Philipp.

Zunächst hieß Bürgermeister Kratzer die Gäste willkommen und bedankte sich für das Engagement, für das ständige Weiterentwickeln von Konzepten, für die Gleichstellung aller Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderung. Es folgte ein Referat von Christine Ponader zum Thema: "Beratung von Menschen mit Behinderung". Die Referentin gab Informationen über verschiedene Assistenzbedarfe je nach Behinderung und unterschied unter anderem folgende Bereiche: Geh-, Seh- und Hörbehinderungen sowie geistige und psychische Behinderungen.

Dabei gibt es laut ihren Ausführungen verschiedene Formen der Beratung, so unter anderem Infoabende oder die Begleitung bei Behördengängen. Ziel der Beratung sei es, Selbstbestimmung und Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Immer mit dem Inklusionsgedanken: Alle machen etwas gemeinsam, jeder bringt sich mit ein und jeder tut das, wozu er im Stande ist. Einen nicht unwesentlichen Aspekt stellt auch der Kontakt zu den Bürgermeistern, den Stadt- und Gemeinderäten sowie anderen Multiplikatoren und Persönlichkeiten der Kommunen dar.

Wichtigstes Thema ist hier immer wieder die Barrierefreiheit. Barrierefreiheit heißt ganz einfach: "Alle sollen ohne fremde Hilfe zurecht kommen können." Gebäude, öffentliche Straßen, Wohnungen und Verkehrsmittel müssen auch für alle Menschen mit Einschränkungen nutzbar sein: egal, ob sie schlecht sehen, hören oder laufen können. Die Schilder müssen auch Menschen verstehen, die nur schlecht lesen können. Geräte müssen von allen Menschen benutzt werden können. Das betrifft im Grunde alles, was zu unserem Lebensalltag gehört. Für alle Lebensbereiche sollte deshalb eine "barrierefreie" Gestaltung angestrebt werden. Günter Raithel, Stadtrat und Behindertenbeauftragter der Stadt Waldershof, berichtete ausführlich über das von ihm erarbeitete Konzept der Stadt Waldershof zur Umsetzung der Barrierefreiheit. Motto: "Eine Perspektive für mehr Barrierefreiheit der Stadt Waldershof".

Es folgten weitere Fragen und Diskussionsbeiträge. Abschließend bedankte sich Reinhard Schön bei der Gemeinde für die Einladung und Bewirtung und bei den anwesenden Behindertenbeauftragten der Kommunen für ihr großes Engagement.
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