Gemeinderat beschließt Senkung um 28 Cent pro Kubikmeter - Energieeffizienz auch ohne Netzwerk
Abwasser billiger

Politik
Ebnath
13.10.2016
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Nicht immer wird alles teurer. Der Gemeinderat beschloss eine Absenkung von 0,28 Euro für den Kubikmeter Abwasser. Demnach kostet ab dem 1. Januar die Abwassergebühr für den Kubikmeter nur noch 2,46 Euro. Gründe dafür sind unter anderem niedrigere Lohnkosten als in den Vorjahren, da die Kosten für die Altersteilzeitkraft Ende November dieses Jahres enden.

Außerdem wird der kalkulatorische Zinssatz jährlich dem 20-jährigen Mittel der Kapitalmarktrenditen angepasst und auf 3,5 Prozent gesenkt. Zusätzlich sind weniger Reparatur- und Materialkosten für die Abwasseranlage angefallen. Eingerechnet sind aber schon die punktuellen Sanierungen von Kanalschäden in der Blumenstraße und im Gregnitzweg. Außerdem wurde die Ersatzbeschaffung einer neuen Pumpe für die Kläranlage in Höhe von 6000 Euro aufgenommen.

Deshalb beschloss der Gemeinderat auch eine Satzung zur Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungsanlage. Die neue Satzung tritt am 1. Januar 2017 in Kraft. Weiter beschloss das Gremium, nicht am Energieeffizienznetzwerk des Landkreises Tirschenreuth teilzunehmen. Dies hätte der Gemeinde in den nächsten Jahren circa 20 000 Euro gekostet. Vorteile, die teilnehmende Gemeinden daraus ableiten können, träfen für die Gemeinde Ebnath überwiegend nicht zu.

Energieausweise sind nach Auffassung des Bayerischen Gemeindetages für die Gebäude in Ebnath nicht notwendig. Ebenso kann auf eine energietechnische Beratung verzichtet werden, da die geplanten Bauvorhaben wie die Sanierung der alten und neuen Schule bereits durch Architekturbüros energetisch berechnet wurden, ebenso eine eventuelle Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf die kostensparende LED-Technik. Auch bei der Kläranlage seien keine energetischen Nachbesserungen zu erwarten, da die Abwasseranlage im Vergleich zu anderen Kommunen relativ neuwertig ist.

Aus diesen Gründen beschloss der Gemeinderat einstimmig, die zu erwartenden Ausgaben für das Energieeffizienzprogramm einzusparen.
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