Gemeinderat bringt Programm zur Sanierung des Kanalnetzes auf den Weg - Projekt von etwas ...
Unruhe im Untergrund

Politik
Ebnath
08.09.2016
58
0

Wie die Kommune bei den notwendigen Straßen- und Kanalsanierungen vorgehen will, beriet der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung, zu der Bürgermeister Manfred Kratzer wieder zahlreiche Zuhörer begrüßen konnte. Das Gemeindeoberhaupt erklärte zunächst den Sachverhalt:

Demnach ist Ebnath aufgrund bereits vorausgegangener Beratungen im Bauausschuss und im Gemeinderat bestrebt, dass das öffentliche Kanalnetz entsprechend den geltenden Anforderungen überprüft wird und größere Mängel hinsichtlich des technischen Zustandes beziehungsweise der hydraulischen Leistungsfähigkeit behoben werden. Da derzeit lediglich ein analog angefertigter Bestandlageplan und eine teilweise Kamerabefahrung ohne Hausanschlüsse vorliegen, sind die Grundlagen für eine weitere Bearbeitung noch nicht gegeben. Aus diesem Grund wurde zusammen mit dem Ingenieurbüro Wolf & Zwick aus Marktredwitz ein Konzept ausgearbeitet.

Ferner soll die Ordnung des Kanalnetzes vor allem im Straßenbau als fundierte Grundlage für die Festlegung einer Prioritätenliste dienen. Diplom-Ingenieur Werner Erhart stellte einen unverbindlichen Zeitplan für die Umsetzung vor. Beginn ist im zweiten Quartal 2017 mit der Netzvermessung, im weiteren Verlauf mit dem Anfertigen eines Bestandlageplanes, einer weiteren Kamerabefahrung, der hydraulischen und technischen Beurteilung, soll im dritten Quartal 2018 die Abstimmung eines Sanierungsplans erfolgen. CSU-Sprecher Josef Söllner mahnte an, dass dann wieder weitere zwei Jahre vorüber seien, um eine zuverlässige Planung in den Händen zu haben. Werner Erhart erklärte den Räten aber, dass eine schnellere Abwicklung nicht möglich sei.

Zuverlässige Zahlen


Um eine verlässliche Grundlage für ein eventuelles Vorziehen der Baumaßnahme in der Ringstraße, nämlich der Neubau von Straße und Kanal, zu erhalten, wurde das Ingenieurbüro mit der Leistungsphase 1 und 2 beauftragt. Dadurch liegen der Gemeinde dann zuverlässige Zahlen vor, sowohl für die dann geplante Anliegerinformation, als auch für eine endgültige Entscheidung im Gemeinderat. Auf Nachfrage teilte Werner Erhart vom Ingenieurbüro mit, dass aufgrund der bereits bekannten Schäden in der Ringstraße nur ein Vollausbau sinnvoll sei.

Weiter beschlossen die Räte einstimmig, dass für die vom Bauausschuss vorgeschlagenen punktuellen Sanierungen in der Blumenstraße und im Gregnitzweg vorgezogen werden sollen. Auch hierfür sei ein Ingenieurbüro zu beauftragen. Ebenso wurde die Digitalisierung und Schadensbewertungen der Kanalleitungen für das gesamte Netz im Gemeindebereich beschlossen. Die Digitalisierungs-Kosten belaufen sich auf circa 37 000 Euro. Für die Befahrung der Hausanschlüsse ist mit Kosten von rund 22 500 Euro zu rechnen. Als Zuschuss erhält die Gemeinde einen Betrag von etwa 15 900 Euro.

Dem Antrag der Dorfgemeinschaft Hermannsreuth über eine Kostenbeteiligung der Gemeinde für das Aufstellen neuer Spielgeräte stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Demnach gewährt die Gemeinde auf die nachgewiesenen förderfähigen Kosten einen Zuschuss von fünf Prozent. Bei Ausgaben von 4842,80 Euro errechnet sich eine Zuwendung von 242,14 Euro.

Im Zuge der Versandung und Verschlammung des Anwesens Grünlas 17 wird im Bereich der Wegeverbindung zwischen dem genannten Grundstück und der Brücke über den Grünlasbach Grund für eine Grabenfläche benötigt. Verhandlungen mit dem Eigentümer laufen.

Bürgermeister Manfred Kratzer und die Gemeinderäte nahmen im letzten Tagungsordnungspunkt zur Kenntnis, dass nach den aktuellen Planungen zur Gleichstrompassage ein Trassenverlauf des sogenannten Süd-Ost-Links durch die Gemeinde Ebnath noch nicht völlig ausgeschlossen ist. Es werde aber weiter die Notwendigkeit des Süd-Ost-Links durch die Kommune bestritten. Eine eventuelle Passage durch das Gemeindegebiet - auch als Erdverkabelung - würde alle Bemühungen der vergangenen Jahre zur Steigerung der Attraktivität der Region negativ beeinflussen.

Frage nach Zuschuss


Abschließend fragte Gemeinderat Josef Söllner im Auftrag betroffener Bürger nach, ob der Zuschussantrag für die Reparatur der Schäden an der Straße "Am Berg" auf Zustimmung gestoßen ist. Laut Söllner sei der Antrag über die Steinwald-Allianz eingereicht worden. Bürgermeister Manfred Kratzer erklärte, dass dieser Antrag beim sogenannten Kernwegeprogramm gestellt wurde. Er werde prüfen lassen, wann mit einer Bezuschussung zu rechnen sei.

Gemeinderat Peter Caspar wies auf abgestorbene Äste bei der Eiche am Kriegerdenkmal hin. Das sogenannte Totholz könne eine Gefahr für Fußgänger und Autofahrer bedeuten. Bürgermeister Kratzer erklärte, dass der Bauhof bereits Bescheid weiß.
Weitere Beiträge zu den Themen: Manfred Kratzer (8)Gemeinderat Ebnath (5)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.